Freitag, 13. März 2009

Von Hastings nach Wellington, vorbei am "Castlepoint" und am "Cape Palliser"

Am Sonntag, den 08.10.09 haben wir nach zwei Wochen applepicking Hastings wieder verlassen. Frühmorgens um 7.30 Uhr haben wir zuerst Rachel zum Bus gebracht, sie hat sich auf den Weg zur Westküste der Nordinsel gemacht, da sie dort den nächsten Job hat und außerdem surfen möchte. Wir hatten dann Vormittags in Hastings noch schnell ein paar Wege erledigt und sind gegen Mittag Richtung Wellington gestarten. Dort ging nämlich am Dienstag um 13 Uhr unsere Fähr zur Südinsel.

Unser Ziel für diesen Tag sollte aber erstmal "Castlepoint" sein. Dort gibt es ein Riff und den 162 m hoch aufragenden Castle Rock. Um dort hin zu gelangen, mussten wir den Motorway, der von Hastings nach Wellington führt, verlassen und nochmals ca. 70 quer durch die Berge zum Meer fahren. Auf dem Weg vom Motorway bis zum Meer kam man sich recht verlassen vor, nur Berge, ein paar Schafe und ab und an mal eine verlassene Hütte. Ca. 30 km der Strecke führte dazu noch nur über eine Schotterstraße. Aber der Weg hatte sich allemal gelohnt. Das Riff und der Castle Rock sahen wirklich toll aus.

Der "Castlepoint" ist auch bei Surfern sehr beliebt, da an diesem Tag aber schlechte Windverhältnisse waren, waren nicht viel Surfer zu sehen.

Nachdem wir kurz bis zum Leuchtturm gegangen sind und dort ein paar Bilder geschossen haben, haben wir uns anschließend direkt einen Platz hinter den Dünen gesucht und dort unser Nachtquartier aufgeschlagen.

Den nächsten Tag haben wir dann erstmal ganz in Ruhe gefrühstückt und noch ein wenig relaxt. Als es dann jedoch anfing zu regnen, sind wir weiter Richtung Wellington gefahren. Auf den Weg dort hin hatte es dann wirklich teils kräftig geregnet. Aber wie bereits den Tag zuvor, hatten wir wieder mal richtig Glück mit dem Wetter. Der Regen verzog sich irgendwann und als wir unseren nächsten Stop einlegten, war wieder blauer Himmel und Sonnenschein, so muss das sein (reimt sich sogar ;-)).

Als wir Vormittags vom Castlepoint gesartet sind, waren wir uns noch nicht so ganz im klaren, bis wohin wir an diesem Tag Fahren wollten. Aber als das Wetter dann wieder besser wurde, haben wir uns dazu entschlossen, kurz vor Wellington nochmal einen kleinen Abstecher zum Meer zu machen.

Zuerst sind wir Richtung Wharekauhau gefahren, denn als wir unterwegs einen kleinen Tankstop einlegten, sagte uns der Tankwart, dass diese Bucht echt sehenswert ist.

Die letzten Kilometer dort hin führten auch wieder über eine unbefestigte Straße, aber das kann uns und unseren Van ja nicht schocken. Dort sind wir dann direkt auf den Strand gefahren, um eine kleine Imbisspause einzulegen. Dummerweise haben wir uns dabei jedoch im Sand etwas festgefahren, war ja aber nicht das erste Mal für uns. Also haben wir erstmal ne Kleinigkeit gegessen die Aussicht genossen und ein paar Bilder geschossen.

Als wir dann unseren Imbiss beendet hatten, haben wir versucht, wieder aus dem Sand rauszukommen. Das Ganze hatte dann auch ein Bauarbeiter, der gerade mit seinem Baufahrzeug die Schotterstraße etwas ausgebessert hat, gesehen. Er kam mit seinem riesen Baufahrzeug zu uns und fragte uns, ob wir ein Seil dabei haben, dann könnte er uns rausziehen. Wir hatten aber kein Seil dabei. Also ist er kurzer Hand aus seinem Fahrzeug ausgestiegen und hat mit geschoben und ein paar Minuten später hatte unser Van wieder festen Boden unter den Rädern.
Der Bauarbeiter fragte uns noch, woher wir kommen (er hatte auf Südafrika getippt). Wir haben ihm erzählt, dass wir aus Deutschland kommen, gerade für ein Jahr Work&Travel machen und auf dem Weg zur Südinsel sind. Er hat uns darauf gesagt, dass die Südinsel noch viel schöner als die Nordinsel ist und uns noch etliche Orte genannt, die wir uns unbedingt anschauen sollten. Wir hatten uns dann noch eine ganze Weile mit ihm unterhalten und zum Schluß hat er uns noch eine gute Reise und viel Spaß gewünscht. Wieder mal einen echt sympatischen Neuseeländer kennen gelernt...

Wir sind dann von dort aus weiter zum "Cape Palliser" gefahren, denn wir hatten gehört, dass sich dort eine Seehundkolonie befindet. Und es war wirklich so, direkt neben der Straße lagen die Seehunde am Strand und man konnte bis auf wenige Meter zu ihnen heran gehen, wirklich unglaublich.

Wir sind direkt bis zum Cape gefahren und haben die 250 Stufen bis zum Leuchtturm bewältigt und wiedermal einen fantastischen Ausblick genossen.
Die Nacht haben wir direkt am Strand, zwischen Leuchtturm uns Seehunde in unserem Van verbracht. Das hat man auch nicht alle Tage.

Am nächsten Tag sind wir dann recht früh vom Cape wieder los gefahren und waren gegen 11 Uhr in Wellington. So konnten wir dort noch mal einkaufen und sind dann direkt zur Fähre gefahren. Die Fähre hatte kurz nach 13 Uhr abgelegt und nach gut 3,5 h Fahrt haben wir Picton auf der Südinsel erreicht.

So, wir haben es jetzt bei uns schon kurz vor 1 Uhr und ich habe nun schon langsam wunde Finger vom schreiben. Aber dafür seit ihr nun wieder fast (aber auch nur fast) auf dem aktuellsten Stand. Da unsere Weingläser nun leer sind und ich müde bin, werde ich meinen heutigen Postings-Hochlade-Marathon beenden.

Für etwaige Rechtschreibfehler oder grammatischen Nonsens möchte ich mich entschuldigen. Schuld sind der Wein und die Uhrzeit ;-)

Hier sind aber noch die Bilder vom "Castlepoint" und vom "Cape Palliser":

http://picasaweb.google.com/partytom007/CastlepointUndCapePalliser

Die besten Grüße von der Südinsel
Tobi & Thomas

Donnerstag, 12. März 2009

Weintour in der "Hawks Bay"

Die Gegend der "Hawkes Bay" ist eines der größten Weinanbaugebiete Neuseelands. Der Chardonnay wird hochgepriesen, aber auch die lokalen Cabernets und Merlots finden Beachtung. Und am besten lassen sich die ganzen Weine bei einer ausgiebigen Weintour testen. Man kann hier in Hastings bei vielen Veranstaltern geführte Weintouren für viel Geld buchen. Das war uns dann aber zum einen zu touristisch angehaucht und zum anderen auch zu teuer. Schließlich sind wir ja auch nur arme backpacker, die sich mit unterbezahltem applepicking über Wasser halten ;-)

So habe ich dann am Samstag, einen Tag vor unserer Abreise aus Hastings, zusammen mit Anja, Ben und Hans unsere eigene Weintour veranstaltet. Schließlich kann man sich so eine Weinverkostung ja nicht entgehen lassen, wenn man schon mal für mehrere Tage in einem Weinanbaugebiet verweilt...

Der Rest unserer Truppe hat an diesem Tag gearbeitet, irgendwer muss ja schließlich Geld verdienen ;-)

Wie 4 haben uns dann gegen Mittag auf den Weg gemacht und die erste Winery angefahren. Anja hatte sich dann kurzerhand als Fahrerin bereit erklärt, besten Dank nochmal an dieser Stelle. Aber ich denke, spätestens nach der vierten Winery hatte sie bestimmt ihren Spaß mit uns lustigen drei Weinexperten...

Wir konnten halt in jeder Winery eine kostenlose Verkostung durchführen. Je Winery gab es so zwischen 4 und 9 Weinsorten zu verkosten. Wir haben zwar nicht alle Winerys in der Umgebung von Hastings angefahren, aber zum Schluss dürften es so 8 oder 9 gewesen sein. Und es wurde von Winery zu Winery immer lustiger. Anja hat gesagt, dass sie es echt lustig fand, dass wir bei der ersten Verkostung fast nur deutsch gesprochen haben und ab der dritten oder so nur noch auf englisch erzählt haben.

Bei zwei Winerys haben wir dann auch noch jeweils eine Flasche des guten Tropfens gekauft, schließlich sollte Anja dann am Abend auf unserem Campingplatz auch noch was trinken können. Wir haben unsere ausgiebige Weintour gegen 18 Uhr beendet und ich habe dann noch anschließend auf unserem Zeltplatz bis tief in die Nacht mit Anja, David, Maren und Kathrin zusammen gesessen und den bei der Weintour erworbenen Wein klar gemacht ;-)

Hier noch einige Bilder von unserer Weintour für euch:

PS: Wundert euch bitte nicht, dass meine Augen auf allen Bildern so verdammt rot aussehen. Das liegt nicht am Wein sondern an den zwei Wochen applepicking. Beim applepicking darf man nämlich keine Sonnenbrillen tragen, da man sonnst nicht erkennen kann, ob die Äpfel auch die richtige Farbe haben. Und so kommt es halt öfters mal vor, dass man Äste, Blätter oder was auch immer in die Augen bekommt. Und meine Augen haben davon wohl etwas zu viel abbekommen. Jedenfalls hatte ich ab Mitte der zweiten Woche dicke, rote, tränende Augen. Erst wurde ich von Maren auf unserem Campingplatz mit Augentropfen erstversorgt. Die haben aber nicht wirklich angeschlagen. So bin ich dann am Freitag in die Apotheke gegangen und habe mir Tabletten und Augentropfen gekauft. Und ich kann euch beruhigen, meine Augen sind nun, eine Woche später, wieder fit.

http://picasaweb.google.com/partytom007/WeintourInDerHawksBay

Viele Grüße aus Neuseeland

Unsere Tage in Hastings als fleißige applepicker!

Ja, wie bereits im letzten Bericht kurz erwähnt, haben wir hier in Hastings in der "Hawks Bay" einen Job als Applepicker bekommen. Von Februar bis Mai ist hier nämlich die Hochsaison des Fruitpicking. Es geht mit der Apfelernte los, gefolgt von Pfirsichen, Blaubeeren, Wein usw...

Wir haben hier von dem ansässigen "picknz"-office eine Telefonnummer bekommen, von Jemanden, der Picker für verschiedene Farmen sucht. Nach einem kurzen Telefonat haben wir uns mit ihm in seinem Restaurant (war ein indisches, denn er selbst ist auch ein Inder) getroffen und er sagte uns, dass es am nächsten Morgen los geht, er konnte uns nur noch nicht genau sagen, ob wir Äpfel oder Pfirsiche pflücken.

Samstagmorgen um 7.15 Uhr haben wir uns dann mit ihm getroffen und er hat uns zu einer Apfelplantage gebracht. Dort wurde uns kurz erklärt, wie die Äpfel zu pflücken sind und welche Äpfel nicht in die Stiegen landen dürfen.

Dann haben wir uns unsere bags vor den Bauch gehangen, jeder von uns hat eine eigene Baumreihe und ne Leiter bekommen und schon konnte das fröhliche Pflücken losgehen.
Jeder von uns hat am ersten Tag drei bins (Stiegen) voll bekommen. Wobei ich ja ehrlich zugeben muss, dass mein dritter bin nicht ganz voll war und ich ihn am nächsten Tag noch voll machen musste. Für einen bin gibt es 30 $, was ca. 12,5 € sind, minus 22,5 % tax (Steuern) und dabei muss man erwähnen, dass das Äpfelpflücken eine echt harte, körperlich anstrengende Arbeit ist. Aber es war auf jedenfall eine Erfahrung wert. Und die nächsten Tage haben wir uns dann doch noch gesteigert, aber viel mehr als vier bins pro Tag waren wirklich nicht drinn. Es kommt halt auch immer darauf an, was man für eine Baumreihe erwischt.

Und ich hätte nie gedacht, dass die neuseeländischen Äpfel, welche man in deutschen Supermärkten kaufen kann, doch so deutsch sind. Denn zumindestens die ersten Tage waren die Hälfte der Picker auf unserer Plantage Deutsche und die Qualitätskontrolle wurde ebenfalls von einer Deutschen durchgeführt.

Als wir den Freitag in Hastings ankamen, war an dem Wochenende in Hastings und Napier gerade das "Art-deco-festival", welches immer einmal im Jahr stattfindet. Das hatte für uns den Nachteil, dass fast alle Unterkünfte ausgebucht waren. Da wir, in der Zeit in der wir Arbeiten aber doch lieber ne feste Unterkunft haben, sind wir dann zu einer lodge, die sich etwas außerhalb befand, gefahren und haben dort erstmal für eine Woche eingecheckt.

Die lodge selbst war zwar recht alt und nicht gerade die sauberste Unterkunft, die man sich so vorstellen kann, aber auch dort haben wir wieder etliche Leute kennen gelernt und so einige lustige Abende verbracht. Das war aber das erste Hostel, in dem wir gewohnt haben und in dem wirklich nur Saisonarbeiter gewohnt haben. Aber das liegt wohl einfach auch nur an der Gegend, denn in der "Hawkes Bay" gibt es nun mal nicht viel mehr als Äpfel, Pirsiche und Wein.

Im Laufe der ersten Woche kam dann auch noch Rachel nach Hastings, um sich beim applepicking auch ein wenig Geld zu verdienen.

Da die lodge recht weit von unserer geliebten Apfelplantage entfernt war und wir pro Strecke ca. 25 min unterwegs waren, haben wir uns für die zweite Woche eine neue Bleibe gesucht. Die zweite Woche haben wir auf einem Campingplatz direkt in Hastings übernachtet. Dies war zum einen wesentlich günstiger als die lodge und zum anderen hatten wir es so zur Arbeit nur noch 5 min weit.

Was auch noch ganz lustig war, war dass die Hälfte der Leute, die auf unserer Plantage gearbeitet haben, auch dort wohnten.

So haben unter anderem David und Anja (zwei von den Deutschen unserer Plantage) dort gewohnt und an unserem ersten Abend auf dem Zeltplatz zusammen mit Ben und Hans (nochmal zwei Deutsche von unserer Plantage) ein bbq gemacht. Wir haben uns dann nach unserem Essen uns noch zu ihnen gesellt und hatten noch einen sehr lustigen und langen Abend (mit ner Menge Wein und einigen Runden "Schummellieschen").

Am nächsten Morgen waren wir alle froh, dass es in Strömen regnete und wir liegen bleiben konnten und nicht arbeiten mussten. Außerdem hatten Tobi und ich die letzten sieben Tage nonstop durchgearbeitet, da hatten wir uns wirklich mal ein freies Wochenende verdient...
Aber es hat dann aber auch wirklich den ganzen Tag durchgeregnet, so dass sich unser Zeltplatz so langsam aber sicher in eine große Schlammwiese verwandelte.

Aber am nächsten Tag (Sonntag) war super Wetter und wir hatten alle frei. Den Vormittag haben wir recht faul auf dem Campingplatz verbracht und am Nachmittag sind wir ans Meer zum Strand gefahren und haben uns dort mit den anderen von unserer Plantage getroffen und ein wenig sonnengebadet. Maren und Kathrin (zwei dt., die wir den Abend zuvor auf unserem Campingplatz kennen gelernt haben) kamen auch noch rein zufällig vorbei und so waren wir am beach eine recht große und lustige Truppe.

Die zweite Woche applepicking verlief dann nicht viel anders. Jeden Tag harte Arbeit, aber dadurch, dass man soviel Leute dort kennen gelernt hat, war es auch sehr lustig.
Der ein oder andere Abend ging dann auch wieder recht lang...

Am Mittwoch Abend sind wir dann alle zusammen zum Te Mata Peak gefahren. Dies ist ein 399 m hoher Berg, von dessen Gipfel aus man einen herrlichen Ausblick über die "Hawks Bay" hat. Hier haben wir uns den Sonnenuntergang angeschaut. Echt super...

Den Freitag Abend haben wir dann mit allen zusammen noch ein riesiges bbq gemacht, da wir Sonntag Hastings, nach zwei Wochen applepicking, verlassen wollten.

Den Abend habe ich mich aber mit Anja, Ben und Hans für den nächsten Tag noch zur Weintour verabredet. Von dieser werde ich dann demnächst hier berichten.

Die zwei Wochen in Hastings waren, trotz der harten Arbeit, echt schön, weil wir wieder jede Menge netter Leute getroffen haben und mit ihnen zusammen eine super Zeit verbracht haben.

Hier noch ein paar Bilder für euch:

http://picasaweb.google.com/partytom007/UnsereTageInHastingsAlsFleiIgeApplepicker

Viele Grüße T & T

Samstag, 7. März 2009

Von Rotorua nach Hastings, am "East Cape" vorbei

Nachdem wir ca. 3 Wochen in Rotorua verbracht haben und dort wirklich eine sehr schöne Zeit hatten, wurde es langsam wieder Zeit, weiter zu fahren.


Kurz vor unserer Abreise aus Rotorua kam noch Rachel (die englische Mitbewohnerin aus unserer WG in Pahia in der "Bay of islands") zu uns und mir ihr zusammen haben wir den nächsten Abschnitt unserer Reise zur "Hawks Bay" unternommen.


Von Rotorua aus ging es erstmal wieder zur Ostküste und diese dann in südliche Richtung bis zum "East Cape", dem östlichen Zipfel Neuseelands.
An der Ostküste haben wir des öfteren kleine Zwischenstops eingelegt (immer wenn uns die Bucht oder der Strand allgemein besonders gefallen hat).


An dem einen Strand haben wir dann gesehen, dass dort gerade einige Leute angeln. Wobei man dazu kurz erklären muss, wie das neuseeländische Angeln meistens abläuft. Die Leute fahren nämlich mit einem kleinen Strandbuggy ans Wasser und befördern so eine Art Harpune in Wasser. An dieser ist eine sehr lange Angelsehne (mehrere hundert Meter) und an dieser Angelsehne werden in gewissen Abständen die Köder befestigt. Nachdem das ganze dann ca. eine halbe Stunde im Wasser ist, wird es langsam wieder rausgezogen und mit ein wenig Glück befindet sich an dem ein oder anderen Köder ein Fisch.


Hier an der "East Coast" möchten die Angler auf diese Art meistens Redsnapper fischen.
Wir haben dann gesehen, dass die Angler gerade dabei waren, ihre Angelsehne wieder ans Land zu ziehen und an den meisten Ködern waren sogar Fische drann. Wir haben uns das ganze dann vom Nahen mal angeschaut und konnten sehen, dass an den Ködern keine Redsnapper sondern kleine Hammerhaie angebissen hatten. Diese wurden dann von den Anglern wieder ins Meer zurück befördert.
Da sich so einige Hammerhaie an den Ködern befanden, haben die Angler uns dann gesagt, dass wir diese auch wieder ins Meer aussetzen können. So hatten wir das erste Mal einen lebenden Hammerhai in der Hand...


Die erste Nacht haben wir dann wieder direkt am Strand übernachtet und abends sogar ein kleines Lagerfeuer gemacht. Vorher hatten wir erst noch versucht, mit unserem Van direkt auf den Strand zu fahren. Nachdem wir uns dort aber festgefahren hatten und mit etwas Mühe wieder festen Boden unter den Rädern hatten, haben wir dann doch lieber am und nicht auf dem Strand übernachtet.


Den nächsten Morgen ging es dann nach einem ausgiebigen Frühstück (Tobi hatte vorher am Strand noch frische Muscheln gesammelt, welche wir dann am Abend gegessen haben) weiter Richtung "East Cape". Diese Region Neuseelands ist touristisch kaum erschlossen und auch recht dünn besiedelt. Größere Städte gibt es dort nicht, sondern immer nur kleine Orte, die zum Teil auch recht verlassen aussehen.


Am Nachmittag haben wir dann das "East Cape" erreicht. Dies ist ein wirklich weit abgelegenes Fleckchen Erde, die letzten 20 km führte dort nur noch eine Schotterstraße hin, auf der es immer mal wieder vorkam, dass es sich dort eine Kuhherde gemütlich gemacht hat.
Am "East Cape" sind wir dann zum Leuchtturm rauf gegangen und haben von dort oben die Aussicht genossen.



Anschließend haben wir uns dann direkt an der Straße zum " East Cape" ein schönen Platz gesucht und unser Abendessen zubereitet. Als das Essen gerade fertig war, kam ein Einheimischer mit seinem Geländewagen (auf der Ladefläche waren noch 5 oder 6 Schäferhunde) an und hatte gefragt, was wir hier machen. Wir haben ihm dann gesagt, dass wir hier unser Abendessen zubereiten und gleich essen werden. Er sagte uns dann, dass wir hier aber nicht übernachten können, da dies Privatland ist. Ein paar Kilometer weiter befindet sich aber ein Campingplatz und dort können wir für 5 $ pro Person übernachten. Bei ihm konnten wir dann auch gleich für die Nacht bezahlen, denn dies ist einer von den Campingplätzen, die nicht bewirtschaftet sind.


Wir haben dann also die Nacht auf dem Campingplatz verbracht und dies war auch ganz gut so, denn am nächsten Morgen hatte es geregnet und so konnten wir wenigstens unter dem Vordach des "Empfangsgebäude" gemütlich frühstücken.


Nach dem Frühstück ging es dann weiter. Unser nächstes Ziel war der Mt. Hikurangi (1.700 m). Dieser befand sich ca. 60 km entfernt und wir wollten ihn besteigen.
Dazu sind wir erst in den nächst größeren Ort gefahren und haben dort im Informationszentrum die Hütte zum übernachten, welche sich auf dem Weg zum Gipfel befindet, vorgebucht. Der Maori, der in dem Informationszentrum gearbeitet hat, war super nett und hat uns den Weg beschrieben und uns viele Fotos gezeigt. Das besondere an diesem Berg ist nämlich, dass man von dort aus als einer der Ersten Neuseelands den Sonnenaufgang sehen kann.
An diesem Tag war es zwar sehr bedeckt aber wir hatten die Hoffnung, dass sich das Wetter bis zum nächsten Morgen bessert.


Von dort aus sind wir dann zum carpark gefahren, haben dort noch etwas gegessen und unsere Sachen gepackt und dann ging es gegen 16 Uhr los.
Der komplette Weg führte durch Privatland. Auf den Weg zur Hütte ging es erst durch unzähligen Schafsherden und zum Schluss durch Rinderherden durch. Aber zum Glück waren die Rinder ziemlich scheu und haben uns den Weg immer frei gemacht.
Gegen 19.30 Uhr sind wir dann an der Hütte angekommen. Die letzte Stunde führte der Weg nur noch durch Nebel und wir waren recht froh, dass wir trotzdem noch den richtigen Weg gefunden hatten.


Nächsten Morgen haben wir uns dann zu 5.30 Uhr den Wecker gestellt und uns das Wetter angeschaut. Und wir hatten echt Glück, denn genau im Osten war der Himmel recht klar, so dass dem Sonnenaufgang nichts mehr im Wege stand. Also sind wir schnell raus aus der Hütte, noch ein paar Meter gegangen und haben dann einen wirklich tollen Sonnenaufgang gesehen. Direkt als die Sonne raus kam hatte es noch zu nieseln angefangen, so dass man auf der einen Seite den Sonnenaufgang und auf der anderen Seite einen riesigen Regenbogen hatte. Ein paar Meter unterhalb der Hütte waren noch einige Maorischnitzereien, hier konnte man super Fotos vom Sonnenaufgang machen.


Kurz nach dem Sonnenaufgang hatte es sich dann wieder zugezogen und zu nieseln angefangen. Wir sind dann erstmal wieder in die Hütte gegangen und haben gefrühstückt. Nach dem Frühstück hatte sich das Wetter dann aber wieder gebessert und wir konnten bei Sonnenschein den Weg zum Gipfel in Angriff nehmen. Oben hatte man dann einen wirklich beeindruckenden Ausblick. Kurze Zeit später hatte es sich dann aber wieder zugezogen, so dass wir den Rückweg in Angriff genommen haben.


Gegen 15 Uhr waren wir dann wieder an unseren Van und haben uns dann erstmal eine riesige Portion Pasta gemacht, die hatten wir uns auch wirklich verdient.
Auf den Weg von der Hütte zum Carpark konnten wir dann auch miterleben, wie der Schäfer seine Schafe ins Tal treibt. War echt beeindruckend, der Schäfer saß auf seinem Pferd und hatte seinen Hunden die Kommandos zugerufen und die Hunde haben tausende von Schafe über mehrere Hügel ins Tal getrieben. Sah schon toll aus.


Am Nachmittag sind wir dann noch bis kurz vor Gisborn gefahren und haben dort wieder am Meer übernachtet.



Den nächsten Morgen mussten wir auch wieder um 5.30 Uhr aufstehen, weil wir Rachel nach Gisborn zum Bus gebracht haben. Dieser fuhr um 7 Uhr los und mit diesem ist sie nach Auckland gefahren. Wir beide haben dann erstmal eingekauft und sind in Gisborn direkt an den Strand gefahren, haben dort gefrühstückt und bei sonnigem Wetter erstmal unser Van ausgeräumt und sauber gemacht. Vormittags geng es dann weiter Richtung Hastings, dort sind wir dann gegen 17 Uhr angekommen.


Wir hatten bereits telefonisch uns um einen Job gekümmert, dieser sollte erst am Samstag starten und als wir dann ankamen haben wir dort nochmals angerufen und man sagte uns, dass es doch erst am Montag los geht.



Wir haben dann die Nacht erstmal nochmal am Meer übernachtet. Dort haben wir einen kostenlosen Campingplatz gefunden. Auf diesem kann man aber eigentlich nur stehen, wenn man in einem Club Mitglied ist. Auf unserem Weg zum "East Cape" hatten wir nämlich Einheimische getroffen, die in diesem Club waren und uns davon erzählten. Als Clubmitglied bekommt man einen Katalog und in diesem sind alle kostenlosen Campingplätze in Neuseeland eingetragen.
Wir sind zwar nicht Mitglieder, haben uns aber trotzdem dort drauf gestellt. Nach ca. einer Stunde kam einer unserer Nachbarn zu uns und fragte uns, ob wir heißes Wasser benötigen, wir haben dann dankend abgelehnt, da wir nämlich gerade mit unserem Gaskocher am kochen waren. Das hatte er dann auch gesehen und mit ihm kamen wir dann ins Gespräch. Er war super nett und das obwohl er ganz genau wusste, dass wir keine Mitglieder des Clubs sind.


Als wir dann nächsten morgen aufwachten hat es geregnet und kaum hatten wir unser Fenster aufgemacht, kam unser Nachbar an und hat uns eine Thermoskanne heißes Wasser für unseren Kaffee gegeben. Einfach nur super nett die Kiwis. Wir haben dann in unserem Van gefrühstückt und als wir losgefahren sind, haben all unsere Nachbarn, die gerade alle zusammen in einem Wohnmobil einen Frühschoppen gemacht haben, uns freundlich zugewunken.


Wir sind dann zum "pikcnz" Büro gefahren und haben uns dort eine weitere Telefonnummer von einem potentiellen Arbeitgeber geben lassen.


Dort haben wir dann angerufen und uns mit ihm gleich verabredet. Eine halbe Stunde später hatten wir dann unseren nächsten Job. Den nächsten Tag ging es dann um 7.15 Uhr mit Apfelpflücken los.


Davon werde ich euch dann demnächst mal berichten.


Hier noch einige Bilder:


http://picasaweb.google.com/partytom007/EastCoast



LG Tobi & Thomas

Sonntag, 1. März 2009

Die besten BurgerKings der Welt ;-)

Ja, wie bereits in den anderen Berichten erwähnt, haben wir in Rotorua bei BurgerKing gearbeitet.

Was haben wir dort gemacht?

Wir haben ne Menge Fleisch gebraten, Millionen von Pommes durch die Fritteuse gejagt und etliche Burger zubereitet. Es kam immer darauf an, welche Schicht man bekommen hat, aber zum Abend hin konnte es dann schon echt streßig werden. Im großen und ganzen würde ich sagen, dass es mal eine Erfahrung war, aber mein ganzes Leben lang würde ich das nicht unbedigt machen wollen.

Da Neuseeland jedoch noch viel zu bieten hat und wir noch ne Menge sehen wollen, haben wir nach zwei Wochen unsere BurgerKing-Kleidung abgegeben und uns von Rotorua verabschiedet.
Den letzten Abend im Hostel hatten wir zum Abschluss nochmals ein leckeres BBQ gemacht und die halbe Nacht auf dem Balkon gefeiert und getanzt.

Hier noch Bilder mit unserer modischen Arbeitskleidung: