Donnerstag, 12. März 2009

Unsere Tage in Hastings als fleißige applepicker!

Ja, wie bereits im letzten Bericht kurz erwähnt, haben wir hier in Hastings in der "Hawks Bay" einen Job als Applepicker bekommen. Von Februar bis Mai ist hier nämlich die Hochsaison des Fruitpicking. Es geht mit der Apfelernte los, gefolgt von Pfirsichen, Blaubeeren, Wein usw...

Wir haben hier von dem ansässigen "picknz"-office eine Telefonnummer bekommen, von Jemanden, der Picker für verschiedene Farmen sucht. Nach einem kurzen Telefonat haben wir uns mit ihm in seinem Restaurant (war ein indisches, denn er selbst ist auch ein Inder) getroffen und er sagte uns, dass es am nächsten Morgen los geht, er konnte uns nur noch nicht genau sagen, ob wir Äpfel oder Pfirsiche pflücken.

Samstagmorgen um 7.15 Uhr haben wir uns dann mit ihm getroffen und er hat uns zu einer Apfelplantage gebracht. Dort wurde uns kurz erklärt, wie die Äpfel zu pflücken sind und welche Äpfel nicht in die Stiegen landen dürfen.

Dann haben wir uns unsere bags vor den Bauch gehangen, jeder von uns hat eine eigene Baumreihe und ne Leiter bekommen und schon konnte das fröhliche Pflücken losgehen.
Jeder von uns hat am ersten Tag drei bins (Stiegen) voll bekommen. Wobei ich ja ehrlich zugeben muss, dass mein dritter bin nicht ganz voll war und ich ihn am nächsten Tag noch voll machen musste. Für einen bin gibt es 30 $, was ca. 12,5 € sind, minus 22,5 % tax (Steuern) und dabei muss man erwähnen, dass das Äpfelpflücken eine echt harte, körperlich anstrengende Arbeit ist. Aber es war auf jedenfall eine Erfahrung wert. Und die nächsten Tage haben wir uns dann doch noch gesteigert, aber viel mehr als vier bins pro Tag waren wirklich nicht drinn. Es kommt halt auch immer darauf an, was man für eine Baumreihe erwischt.

Und ich hätte nie gedacht, dass die neuseeländischen Äpfel, welche man in deutschen Supermärkten kaufen kann, doch so deutsch sind. Denn zumindestens die ersten Tage waren die Hälfte der Picker auf unserer Plantage Deutsche und die Qualitätskontrolle wurde ebenfalls von einer Deutschen durchgeführt.

Als wir den Freitag in Hastings ankamen, war an dem Wochenende in Hastings und Napier gerade das "Art-deco-festival", welches immer einmal im Jahr stattfindet. Das hatte für uns den Nachteil, dass fast alle Unterkünfte ausgebucht waren. Da wir, in der Zeit in der wir Arbeiten aber doch lieber ne feste Unterkunft haben, sind wir dann zu einer lodge, die sich etwas außerhalb befand, gefahren und haben dort erstmal für eine Woche eingecheckt.

Die lodge selbst war zwar recht alt und nicht gerade die sauberste Unterkunft, die man sich so vorstellen kann, aber auch dort haben wir wieder etliche Leute kennen gelernt und so einige lustige Abende verbracht. Das war aber das erste Hostel, in dem wir gewohnt haben und in dem wirklich nur Saisonarbeiter gewohnt haben. Aber das liegt wohl einfach auch nur an der Gegend, denn in der "Hawkes Bay" gibt es nun mal nicht viel mehr als Äpfel, Pirsiche und Wein.

Im Laufe der ersten Woche kam dann auch noch Rachel nach Hastings, um sich beim applepicking auch ein wenig Geld zu verdienen.

Da die lodge recht weit von unserer geliebten Apfelplantage entfernt war und wir pro Strecke ca. 25 min unterwegs waren, haben wir uns für die zweite Woche eine neue Bleibe gesucht. Die zweite Woche haben wir auf einem Campingplatz direkt in Hastings übernachtet. Dies war zum einen wesentlich günstiger als die lodge und zum anderen hatten wir es so zur Arbeit nur noch 5 min weit.

Was auch noch ganz lustig war, war dass die Hälfte der Leute, die auf unserer Plantage gearbeitet haben, auch dort wohnten.

So haben unter anderem David und Anja (zwei von den Deutschen unserer Plantage) dort gewohnt und an unserem ersten Abend auf dem Zeltplatz zusammen mit Ben und Hans (nochmal zwei Deutsche von unserer Plantage) ein bbq gemacht. Wir haben uns dann nach unserem Essen uns noch zu ihnen gesellt und hatten noch einen sehr lustigen und langen Abend (mit ner Menge Wein und einigen Runden "Schummellieschen").

Am nächsten Morgen waren wir alle froh, dass es in Strömen regnete und wir liegen bleiben konnten und nicht arbeiten mussten. Außerdem hatten Tobi und ich die letzten sieben Tage nonstop durchgearbeitet, da hatten wir uns wirklich mal ein freies Wochenende verdient...
Aber es hat dann aber auch wirklich den ganzen Tag durchgeregnet, so dass sich unser Zeltplatz so langsam aber sicher in eine große Schlammwiese verwandelte.

Aber am nächsten Tag (Sonntag) war super Wetter und wir hatten alle frei. Den Vormittag haben wir recht faul auf dem Campingplatz verbracht und am Nachmittag sind wir ans Meer zum Strand gefahren und haben uns dort mit den anderen von unserer Plantage getroffen und ein wenig sonnengebadet. Maren und Kathrin (zwei dt., die wir den Abend zuvor auf unserem Campingplatz kennen gelernt haben) kamen auch noch rein zufällig vorbei und so waren wir am beach eine recht große und lustige Truppe.

Die zweite Woche applepicking verlief dann nicht viel anders. Jeden Tag harte Arbeit, aber dadurch, dass man soviel Leute dort kennen gelernt hat, war es auch sehr lustig.
Der ein oder andere Abend ging dann auch wieder recht lang...

Am Mittwoch Abend sind wir dann alle zusammen zum Te Mata Peak gefahren. Dies ist ein 399 m hoher Berg, von dessen Gipfel aus man einen herrlichen Ausblick über die "Hawks Bay" hat. Hier haben wir uns den Sonnenuntergang angeschaut. Echt super...

Den Freitag Abend haben wir dann mit allen zusammen noch ein riesiges bbq gemacht, da wir Sonntag Hastings, nach zwei Wochen applepicking, verlassen wollten.

Den Abend habe ich mich aber mit Anja, Ben und Hans für den nächsten Tag noch zur Weintour verabredet. Von dieser werde ich dann demnächst hier berichten.

Die zwei Wochen in Hastings waren, trotz der harten Arbeit, echt schön, weil wir wieder jede Menge netter Leute getroffen haben und mit ihnen zusammen eine super Zeit verbracht haben.

Hier noch ein paar Bilder für euch:

http://picasaweb.google.com/partytom007/UnsereTageInHastingsAlsFleiIgeApplepicker

Viele Grüße T & T

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