Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir unseren Van beladen und sind bei wieder mal blauem Himmel und Sonnenschein Richtung Westküste aufgebrochen.
Auf dem Weg zur Westküste haben wir in "Buller Gorge" einen kurzen Stop eingelegt. Dies ist ein ehemaliges Erdbebengebiet. Das letzte mal hat hier 1929 und 1968 die Erde heftig gewackelt.
Dort sind wir über die 110 m lange "Buller Gorge Swingbrigde", Neuseelands längste Hängebrücke gegangen und haben auf der anderen Seite einige kurze Wanderwege bewältigt. Ein Wanderweg führte genau zu dem Epizentrum des Erdbebens von 1929.
Anschließend ging es dann weiter nach Westport.
Westport ist ein kleines Städtchen, in dem eigentlich nicht viel los ist. Wir sind kurz zum Strand von Westport gefahren und haben dort eine Kaffeepause eingelegt.
Nach der kurzen Stärkung sind wir von Westport aus die Küste ein weiter Richtung Norden entlang gefahren und haben uns auf sie Suche nach einem Platz zum übernachten gemacht.
Kurz hinter Westport haben wir auch gleich einen traumhaften Platz am beach, direkt an einer Flussmündung gefunden. Das Wetter war auch echt einzigartig. Über dem Meer und über uns war Sonnenschein und blauer Himmel und über den Bergen, die direkt hinter uns lagen waren dunkle Regenwolken....
Abends haben wir dann direkt am Strand ein schönes Lagerfeuer gemacht.
Da uns der Platz so gut gefallen hat, das Wetter am nächsten Tag auch noch richtig sommerlich war und wir ja die Tage zuvor schließlich ziemlich viel unternommen haben ("Abel-Tasman-Nationalpark" und "Nelson Lakes Nationalpark), haben wir den nächsten Tag einfach nur faul am Strand verbracht und uns ein wenig ausgeruht. Das muss ja schließlich auch mal sein ;-)
Am darauffolgenden Tag ging es dann weiter Richtung Karamea. Karamea ist der nördlichste Ort an der Westküste der Südinsel. Vorher mussten wir jedoch noch mal schnell nach Westport zurück, da der Blick auf unsere Tanknadel nicht gerade gut aussah und wir mit dem restlichen Benzin wohl nicht mehr bis nach Karamea gekommen währen.
In Karamea angekommen, haben wir uns in der Information erstmal erkundigt, was man sich in der Gegend alles so schönes anschauen kann und uns dann dazu entschlossen, am nächsten Tag einen Ausflug zum "Oparara Basin" zu unternehmen.
So hatten wir uns in der Nähe von Karamea einen Platz zum Übernachten gesucht und auch wieder einen traumhaften Platz, direkt an einer weiteren Flussmündung gefunden.
Späht am Abend hatten wir nur mal kurz einen kleinen Schreck bekommen, als die Flut so weit in die Flussmündung rein drückte, dass unser Lagerfeuer fast ausging.
Inken hatte auch ein wenig Angst um ihr Zelt, aber wir hatten sie beruhigt, denn es stand wirklich hoch genug. Sie hatte dann die Nacht auch trocken überlebt...
Den nächsten Morgen ging es dann zum "Oparara Basin". Die letzten 16 km ging es auf einer Schotterpiste, bergauf, bergab, quer durch den Regenwald. Eine wirklich beeindruckende Landschaft, wieder mal voll der Gegensatz zum Strand, wo wir eben noch waren. Und unser Van musste seine Geländetauglichkeit auch wieder voll unter Beweis stellen, das arme alte Ding.
An diesem Tag haben wir uns unter anderem die "Oparara Arch" (ein 37 m hoher und 200 m langer Sandsteinbogen, den man mit der Kamera kaum festhalten kann), die "Crazy Pavin Caves" sowie die "Box Canyon Caves" angeschaut. Die Wege zu dem Sandsteinbogen und den Höhlen führten quer durch den Urwald.
Diese Gegend diente auch wieder als Kulisse für "Herr der Ringe". Eine wahnsinnige Landschaft, bei der ich wieder mal vermute, dass die Bilder das gar nicht wieder geben können. Das einzige, was diese schöne Landschaft etwas getrübt hat, waren die fiesen Sandflies, die dort wieder mal zu Hunderten rumschwärmten uns noch mehr zerbissen haben, obwohl das ja eigentlich schon gar nicht mehr ging.
Nach unserem Ausflug zum "Oparara Basin" haben wir dann nochmal eine Nacht an unserer schönen Flussmündung, nördlich von Westport, verbracht.
Am nächsten Tag ging es Richtung Süden, bis nach Greymouth. Als erstes haben wir bei der Robbenkolonie von Westport einen Stop eingelegt. Hier waren zwar wesentlich mehr Robben als am "Cape Palliser" auf der Nordinsel anzutreffen (darunter auch viele Jungtiere), aber dafür kam man an die Tiere nicht so nah ran.
Den nächsten größeren Stop haben wir dann an den "Pancake Rocks" ("Pfannkuchenfelsen") in Punataiki eingelegt.
Ein komplizierter Prozess aus Ablagerung und Erosion (das so genannte "Stylobedding") hat dem Dolomite-Point-Kalkstein die Form von dicken "Pfannkuchenstapeln" gegeben. Bei Flut strömt das Wasser in darunter liegende Höhlen und schießt in Furcht erregenden Fontänen aus den Spritzlöchern. Lonely Planet
Ist schon erstaunlich, was die Natur alles so formt...
Die gesamte Fahrt an der Westküste entlang war einfach nur herrlich, eine wunderschöne Landschaft.
Zum späten Nachmittag sind wir in Greymouth angekommen, haben uns kurz mit Lebensmitteln eingedeckt und uns dann etwas außerhalb, wieder direkt am Strand einen Platz zum schlafen gesucht.
Die nächsten Tage ging es über den "Arthur’s Pass" nach Christchurch, aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte. Davon werden wir dann demnächst berichten.
Ja, das war also der nördliche Abschnitt der westcoast auf der Südinsel. Was man noch erwähnen muss ist, dass das Wetter an der Westküste eigentlich dafür berüchtigt ist, dass es sehr wechselhaft ist und man immer damit rechnen muss, dass einem der Regen waagerecht ins Gesicht peitscht.
Wir hatten die knappe Woche an der Westküste jedoch rein gar nix davon gemerkt. Nur Sonnenschein und herrliches Spätsommerwetter, was will man mehr...
Hier noch "einige" neue Bilder für euch, viel Spaß:
http://picasaweb.google.com/partytom007/DieWestcoastVonKarameaBisNachGreymouth
Die Bilder vom "Oparara Basin" werde ich euch demnächst nachliefern, das würde jetzt den Rahmen hier sprengen.
Viele liebe Grüße senden euch
Tobi & Thomas
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1 Kommentar:
...lange keinen Kommentar mehr geliefert(alle in den letzten beiden Stunden), wollte mich eigentlich heute langsam mal wieder einlesen... man sieht ja was bei rauskommt...muss nun einfach alles lesen.
Bild 36 ist ja wieder hervorragend gelungen,mein Favorit...doch all die anderen Bilder sind auch traumhaft.
So nun muss ich aber mal schlafen.
Seid ganz herzlich von mir gegrüsst und noch eine aufregende Reise von
Andrea
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