Nachdem wir bereits ca. zwei Wochen in Christchurch waren, stand nun das lange Osterwochenende vor der Tür.
In den Tagen zuvor waren wir ja in der Stadt unterwegs und haben uns nach Jobs umgeschaut. Da an dem Osterwochenende die meisten Geschäfte und Firmen geschlossen haben, überlegten wir uns, ob wir in diesen Tagen nicht einen Ausflug unternehmen konnten. So haben wir uns Donnerstag Abend im Internet den Wetterbericht angeschaut und für die nächsten Tage wurde recht gutes Wetter voraus gesagt.
Freitag früh haben wir nach dem Frühstück fix unsere Sachen gepackt und den Van beladen und schon konnte die Reise los gehen.
Unser Ziel für den ersten Tag war der "Lake Tekapo" und am Samstag wollten wir dann weiter zum "Mt. Cook National Park".
Das Wetter war bestens, blauer Himmel und Sonnenschein und als wir auf dem Highway 1 Christchurch verlassen haben, konnten wir am Horizont die schneebedeckten Berge der "Southern Alps" sehen - einfach herrlich!
Den Tag zuvor hatte es nämlich in den Bergen den ersten richtigen Schneefall gegeben.
Auf halber Strecke haben wir eine Picknickpause eingelegt und dabei das herrliche Spätsommerwetter genossen.
Gegen 16 Uhr sind wir dann am Lake Tekapo angekommen. Dort haben wir gleich mal den direkten Weg zum Strand genommen. Auf dem See waren wiedermal einige Leute Wasserski fahren. Das Wetter war immer noch bestens, Sonnenschein und angenehme Temperaturen und das witzige war, dass am Strand sogar noch einige Schneereste lagen...
Der Lake Tekapo hat, wie viele andere Seen in der Gegend, eine leuchtend türkise Farbe. Die Farbe entsteht durch feine Sedimente im Wasser, dieses "Steinmehl" entstand, als sich ein Gletscher übers Land wälzte - während die Steine am Grund des Gletschers das Seebecken aushölten, wurden die aneinander reibenden Steine zu feinen Partikeln zermalmt, die sich schließlich nach der Gletscherschmelze im Wasser auflösten. Die Sedimente geben dem Wasser eine milchige Konsistenz und reflektieren das Sonnenlicht - hierdurch entsteht die leuchtende Farbe. Lonely Planet
Das leuchtend türkisblaue Wasser des Sees und die schneebedeckten Berge im Hintergrund sahen einfach einmalig aus - aber schaut es euch am besten selbst auf den Bildern an.
Wir sind dann ein ganzes Stück am Ufer des Sees langgefahren, bis wir letzendlich einen super Platz zum Übernachten gefunden haben. Dort haben wir uns dann leckeren Fisch gebraten und den Sonnenuntergang genossen. Nachdem die Sonne dann weg war, wurde es aber doch recht frisch. So haben wir uns es auf der Rücksitzbank unseres Van’s gemütlich gemacht und leckeren Rotwein getrunken.
Die Nacht war denn mit leichtem Frost doch echt frisch, aber nachdem die Sonne rauskam haben wir sogar draußen gefrühstückt.
Anschließend haben wir in Tekapo noch kurz ein paar Lebensmittel und Gas für unseren Kocher eingekauft und weiter ging es Richtung Mt. Cook.
Als wir im Mt. Cook Village ankamen, haben wir uns im DOC Visitor Information Centre erstmal erkundigt, welche Wanderungen man unternehmen kann und wie die Wettervorhersage für die nächsten Tage ist. Nach einigem Überlegen haben wir dann am Samstag Nachmittag eine kleine Wanderung zum "Hooker Lake" und "Hooker Gletscher" unternommen.
Am Sonntag sind wir dann zur "Mueller Hut" hinauf gegangen. Von der "Mueller Hut" hatte man einen herrlichen Blick auf den gegenüberliegenden Mt. Cook, mit 3.755 m der höchste Gipfel in Neuseeland.
Das Wetter war auch wieder auf unserer Seite. Auf dem Weg nach oben wurde der Schnee immer mehr, so standen wir dann, als wir an der "Mueller Hut" ankamen, fast bis zu den Knien im Schnee. Das war für uns der Erste Neuschnee in Neuseeland.
Die Temperaturen waren aber angenehm warm. Auf den Fotos bin ich nur teilweise so "eingepackt", weil dort oben eine steife Brise wehte...
Am Nachmittag des Ostersonntags sind wir dann wieder unten an unserem Van angekommen und haben erstmal was leckeres zu essen gekocht und anschließend haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht und sind gegen 22 Uhr wieder in Christchurch gelandet.
Dort mussten wir dann erfahren, wie verrückt die Kiwis es hier mit dem Alkohol halten. Wir dachten uns auf unserem Rückweg nämlich, dass wir uns ja in unserer WG zum Ausklang des Wochenendes ein Bierchen gönnen können. Also wollten wir in Christchurch noch schnell ein paar Bier kaufen, ja und da hatte wir dann auch schon unser Problem. Wir sind in ein 24 h-Shop rein gegangen, haben dort aber leider kein Bier bekommen, da sie am Osterwochenende per Gesetz kein Alkohol verkaufen dürfen, nicht einmal Bier oder Wein.
Ja, so mussten wir uns dann am Ostersonntag abends in unserer WG mit Tee begnügen.
Das Alkoholverbot war übrigens fast das Einzige, woran man gemerkt hat, dass Ostern ist, außer vielleicht noch, dass man im Supermarkt ein paar Schoko-Ostereier kaufen konnte. Aber sonst hatte hier in Neuseeland eigentlich nix an Ostern erinnert. Keine Vorgärten oder keine Geschäfte waren osterlich geschmückt, so wie wir es aus Deutschland kennen...
Ja, dass soll es dann erstmal wieder gewesen sein, bis zum nächsten Bericht.
Hier noch ein paar Bilder für euch, viel Spaß beim anschauen:
http://picasaweb.google.com/partytom007/OsterwochenendeAmLakeTekapoUndImMtCookNationalPark
VLG aus Neuseeland
Thomas
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
1 Kommentar:
Hey Franz'l...
was für ne geile Landschaft iss das denn?! Also das "will" ich auch sehen wenn ick da bin... ;-) war grad nen bissel Sprachlos bei den Bildern. *neidisch bin*
Na jut mein bester, weiter so..
Bis bald, Mars...
Kommentar veröffentlichen