Nachdem wir Dienstag Vormittag erfahren haben, dass wir unsere Jobs bei BurgerKing sicher hatten, aber bis Donnerstag Nachmittag noch auf die Vertragsunterzeichnung warten müssen, haben wir uns gedacht, dass wir in der Zeit einen Ausflug unternehmen sollten.
So haben wir uns erstmal für die nächsten zwei Tage mit Essen und Wasser eingedeckt und sind dann am spähten Vormittag Richtung Süden gefahren, um die Gegend zwischen Rotorua und Taupo zu erkunden.
Unser erstes Ziel waren die Rainbow Mountain, dort sind wir nach einer kleinen Stärkung den Rainbow Mountain Track gegangen. Dieser Track dauert ca. 1,5 h und führt zum Gipfel (743 m) des Maungakakaramea ("Berg farbiger Erde"). Der Weg führte an einem Kratersee vorbei. Wer sich die Bilder anschaut, der wird wissen, weshalb der Berg seinen Namen erhalten hat. Vom Gipfel aus hatte man einen super Blick aus. Wie man sicher auch auf den Bildern erkennen kann, sehen die ganzen Wiesen hier nicht mehr so saftig grün aus, wie im nördlichen Teil der Nordinsel. Die Bay of Plenty ist nämlich einer der sonnenreichsten Regionen Neuseelands (durchschnittlich 2350 Stunden jährlich) und im Sommer können längere Trockenperioden vorkommen. Das sieht man halt auch gerade in der Gegend um Taupo, hier sehen die Felder und Wiesen recht trocken aus.
Auch während wir den Gipfel erklommen haben, hatte die Sonne kein Erbarmen mit uns. Das war eigentlich das erste Mal, das es mir schon fast zu warm war. Denn ansonsten ist das Sommerwetter hier in Neuseeland echt angenehm, max. 23 - 27 °C und immer ein angenehmer Wind. Aber das Panorama, welches sich uns bot, hat alles wieder entschädigt.
Vom Gipfel aus haben wir dann gleich mal Ausschau gehalten, welche Himmelsrichtung wir einschlagen sollten, um ein schönes Plätzchen zum übernachten, an irgendeinem See, zu finden.
Wir sind dann ein wenig nordöstlich gefahren und schließlich am Lake Rerewhakaaitu (was für schöne Namen die ganzen Seen, Orte und Berge hier aber auch haben) gelandet. Dort haben wir dann den ganzen restlichen Tag relaxt, schließlich hatten wir ja auch schon einen Gipfel bestiegen ;-). Einheimische waren auch hier wieder mit ihren Motorbooten auf dem See unterwegs und haben ihre Funsportarten (Wasserski, Wakeboard usw.) ausgeübt.
Den nächsten Tag ging es dann wieder weiter Richtung Süden und unser erstes Ziel war "Orakei Korako". Dies ist ein Gebiet mit thermaler Aktivität mit farbenprächtigen Quarzterrassen, Geysiren, heißen Quellen, heißen Seen, brodelnden Schlammlöchern und einer Höhle. Die Quarzterrassen, über denen das heiße Wasser hinweg fließt, münden direkt in einen See (Lake Ohakuri).
Um durch dieses Gebiet zu gelangen mussten wir zwar pro Person ca. 10 € Eintritt bezahlen, aber die haben sich wirklich gelohnt. Solch eine Landschaft habe ich einfach noch nicht gesehen. Ich hoffe, die Bilder können das wenigstens einigermaßen übermitteln.
Das Gebiet war nur über eine Fähre vom anderen Ufer des Sees aus zu erreichen und der Wanderweg führte überwiegend über einen Holzsteg um die farbenprächtigen Quarzterrassen herum.
Ein wirklich schönes Fleckchen Erde...
Anschließend sind wir weiter Richtung Taupo gefahren und haben an den Huka Falls, welche direkt vor den Toren Taupos liegen, angehalten.
Bei diesen atemberaubenden Wasserfällen wird der längste Fluss Neuseelands, der Waikato, zunächst in das Nadelöhr einer engen Schlucht gedrängt, wo das Wasser dann spektakuläre 10 m tief in ein zügellos tosendes Becken stürzt. Lonely Planet
Ja, nicht nur die Wasserfälle, sonder auch das ganze Flusstal war wirklich sehenswert. An einem Aussichtspunkt, mit besten Blick auf die Huka Falls, haben wir dann erstmal eine kleine Kaffeepause eingelegt.
Dann ging es weiter zum "Lake Taupo".
Dies ist der größte Binnensee Neuseelands und befindet sich an einer Caldera, einem Kraterkessel, die durch einen der größten Vulkanausbrüche überhaupt entstand. Dieser ereignete sich vor mehr als 26 500 Jahren, dabei wurden 800 m3 Asche und Bimsstein durch die Luft geschleudert... ...Die Gegend ist bis heute Vulkanisch aktiv und bietet daher wie Rotorua faszinierende Gebiete mit heißen Quellen.
Heute sind der 606 km2 große See und die Ströme, die ihn speisen, so ruhig, dass sie Forellenangler aus aller Welt anziehen. Lonely Planet
Unser Ziel war es, an diesem See ein schönes Plätzchen zum Übernachten zu finden. Und das ist uns auch gelungen. Wir haben in der "Acacia Bay", ca. 5 km vom Zentrum von Taupo entfernt, unser Quartier aufgeschlagen. Dies ist eine kleine verschlafene Bucht. Bis zur Dämmerung hin waren wieder etliche Einheimische mit ihren Booten unterwegs. Hier waren wir dann seit Langem mal nicht die Einzigen, die dort übernachtet haben. Direkt neben uns haben sich noch zwei weitere Vans niedergelassen. Der See hatte auch wieder kristallklares Wasser, echt toll.
Den nächsten Tag sind wir dann erst noch kurz nach Taupo rein gefahren, von dort aus hatte man einen herrlichen Ausblick über den See und die dahinter liegenden Vulkane des "Tangariro National Park", auf denen sogar im Sommer noch Schnee liegt.
Anschließend ging es dann wieder zurück nach Rotorua, um bei BurgerKing unsere Arbeitsverträge zu unterschreiben.
Hier noch einige Bilder.
1. Rainbow Mountain Track:
http://picasaweb.google.com/partytom007/RainbowMountain
2. Orakei Korako:
http://picasaweb.google.com/partytom007/OrakeiKorako
3. Huka Falls und die "Acacia Bay" am "Lake Taupo":
http://picasaweb.google.com/partytom007/HukaFallsUndLakeTaupo
Soweit erstmal von uns aus NZ.
Viele Grüße
Tobi & Thomas
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
1 Kommentar:
Hey Franzl,
von uns auch, wenn auch einen Tag zu spät, alles Gute zum Geburtstag und noch viel Spass auf Eurer
Erkundungstour wünschen Dir
Lukas, Laura, Christiane und Steffen!
Viele Grüße auch an Tobse
Kommentar veröffentlichen