Donnerstag, 26. November 2009

Meine letzte Woche in Neuseeland 29.10. - 08.11.2009

Als ich in Auckland ankam, habe ich mich für die ersten 2 Nächste erstmal in ein Hostel eingebucht. Was garnicht so einfach war, denn ich brauchte immerhin drei Anläufe, um ein Hostel zu finden, welches noch ein freies Bett für mich hatte.


Aber ich hatte dann doch noch ein ganz nettes Hostel gefunden und als ich mein Futter gerade in der Küche verstaute, habe ich mitbekommen, wie sich gerade ein deutsches Pärchen auf der Terrasse mit jemandem unterhält und sie sagten, dass sie auf der Suche nach einem Auto sind. Da hab ich mich mal gleich eingemischt und gesagt, dass ich da nen super Auto im Angebot habe.


Am nächsten Tag habe ich dann noch die w.o.f (so etwas wie der TÜV) machen lassen. Dabei hat sich heraus gestellt, dass einige Verschleißteile noch ausgetauscht werden müssen. Die Werkstatt konnte das aber leider erst nächste Woche machen, was mein Plan natürlich ein wenig durcheinander gebracht hat, denn ich wollte an dem Wochenende das Auto eigentlich verkaufen.


Naja, aber jedenfalls war das deutsche Pärchen nach einer ersten Besichtigung und einer Probefahrt von unserem Van ganz angetan. Wir sind dann Freitag Nachmittag so verblieben, dass sie es sich ganz in Ruhe überlegen, ob sie den Van kaufen möchten, und mir dann am Abend beim bbq Bescheid geben können.


In unserem Hostel wird nämlich im Sommer jeden Freitagabend ein großes bbq veranstaltet, bei dem die Würstchen vom Hostel gestellt werden und alle Gäste können etwas dazu beisteuern (z.B. Salat oder Baguette oder etwas Spezielles aus seinem jeweiligen Land). Das ist echt ne super Sache und bis jetzt das Zweite Hostel, in dem ich so etwas miterleben durfte.


Und es war echt super, wir hatten so viele verschiedene Salate (Kartoffel-, Nudel-, Möhrensalat usw.). Bei dem bbq-Abend hat mir das deutsche Pärchen dann gesagt, dass sie gerne unseren Van kaufen möchten. Die einzige Bedingung war, dass sie es von einem Mechaniker noch mal durchchecken lassen wollten, da beide nicht wirklich viel Ahnung von Autos hatten. Ich war damit natürlich einverstanden. Da aber über das Wochenende keine Werkstatt offen hat, haben wir ausgemacht, dass wir am nächsten Morgen gemeinsam zum backpacker-carmart fahren, denn dort ist immer ein Mechaniker vor Ort, der den Check machen kann.


Ich hatte mich den Abend noch kurz auf einen drink mit Rachael und Joe getroffen. Die beiden hatte ich auf meinem Samoa-Urlaub kennen gelernt und beide wohnen in Auckland. Ich hatte ihnen am Tag zuvor geschrieben, dass ich nun wieder in Auckland gelandet bin und darauf hin hatten sie mich gleich angerufen und mir gesagt, dass ich gerne bei Rachael für ein paar Tage übernachten kann.


So haben wir das dann auch gemacht. Am Samstag bin ich frühmorgens erst mit meinen potentiellen Autokäufern zum backpacker-carmart gefahren und sie haben dort den Check machen lassen und anschließend gesagt, dass sie den Van kaufen. Super, das ging ja mal echt fix mit dem Verkauf und das Lustige war, dass sich innerhalb der halben Stunde, die wir auf dem Markt waren, bereits weitere 3 potentielle Käufer um unseren Van versammelt haben, die ihn auch gerne gekauft hätten.


Aber das Paar aus meinem Hostel war nun mal zu erst da. Wir haben dann ausgemacht, dass ich am Montag Vormittag noch die erforderlichen Reparaturen machen lasse, damit für den TÜV alles passt, am Nachmittag war dann Übergabe angesagt.


Ich bin anschließend zu Rachael gefahren. Sie wohnt, mit noch einem Paar zusammen, in einem wirklich schönen Haus, etwas außerhalb vom city centre.
Als ich dort ankam haben wir erstmal einen Kaffee auf dem Sonnendeck getrunken und anschließend hab ich meine ganzen Klamotten aus dem Van geholt und in meinem Zimmer verstaut. Rachael hat mir dann gesagt, dass sie am Nachmittag in die Stadt will und wenn ich Lust habe, kann ich gerne mit kommen. Mir war aber irgendwie nur nach relaxen zu mute und so habe ich ihr Angebot freundlich abgelehnt.


Gleich am ersten Tag in diesem Haus habe ich wieder die typische neuseeländische Gastfreundlichkeit mitbekommen. Rachael ist dann nämlich in die Stadt gefahren und ihre Mitbewohnerin ist auch aus dem Haus gegangen und beide haben mir gesagt, dass ich mich einfach wie zu hause fühlen soll. Das viel mir wirklich nicht schwer.


Am Abend hatte ich dann auch noch Simon, den anderen Mitbewohner, kennen gelernt. Am nächsten Tag sind Rachael und ich zu ihrem Bruder, ihrer Schwägerin und ihren 3 Nichten gefahren. Sie wohnen auch in Auckland und bei ihnen saßen wir, mit Kaffee und frisch gebackenen Muffins, auf dem Balkon, haben viel erzählt und dass sonnige Wetter genossen. Racheals Schwägerin kommt ursprünglich aus Holland und lebt jetzt halt in Neuseeland und die Kinder wachsen zweisprachig auf, find ich cool.


Rachaels Bruder und seine Frau sind auch super gastfreundlich. Sie haben mir zum Beispiel gesagt, falls irgendwelche Freunde von mir demnächst mal nach Auckland kommen, soll ich ihnen Bescheid sagen. Sie können dann gerne bei ihnen vorbei kommen und dann würden sie ein großes bbq machen. So sind sie halt die Kiwis...


So wohnte ich also für ein paar Tage bei Rachael und ihren Mitbewohnern. Es war echt eine schöne Zeit, abends haben wir immer gemeinsam ein leckeres dinner gemacht. Am Montag hatte mich die Werkstatt dann noch fast auf die Palme gebracht. Denn als ich Montag früh dort den Van abgegeben habe, haben sie mir erst gesagt, dass sie dass an diesem Tag leider nicht schaffen, weil sie so viel zu tun haben. Nach einiger Diskussion haben sie ihn dann doch da behalten, aber als ich den Van dann am Nachmittag abholen wollte, haben sie mir gesagt, dass sie leider falsche Ersatzteile bestellt haben und die richtigen erst morgen kommen.
So wurde aus der kleinen Reparatur für mich fast noch eine unendliche Geschichte. Aber letzendlich konnte ich dann Dienstag Mittag den Verkauf des reparierten Autos doch noch gut abwickeln. *freu*


Kurz darauf stand aber gleich die nächste Herausforderung an: Ich musste meine Sachen packen!!!! Die letzten 10 Monate hatte ich ja immer den guten Van, in dem ich meine Rucksäcke einfach reingeschmissen habe und dann noch die gute "Kleiderschrank-Box" hatte. Und nun musste ich versuchen, all meinen Kram in meine beiden Rucksäcke zu verstauen. Das war echt eine Herausforderung, kann ich euch sagen.


Ich hatte zwar bereits angefangen in Methven die ersten Sachen auszusortieren und dem Roten Kreuz zu spenden, dann hatte ich auf dem Weg nach Auckland die ersten Sachen weggeschmissen und im Hostel in Auckland den nächsten Schwung entsorgt. Ich hatte aber trotzdem noch alle Mühe, den großen Rucksack zuzukriegen.


Und letzendlich musste ich auf dem Airport dann feststellen, dass der Rucksack nun 2 kg schwerer ist, als auf dem Hinflug. Keine Ahnung wie das geht, ich hab wirklich so viel Klamotten weggeschmissen. Denn entweder sind sie kaputt gegangen oder ich konnte sie nach dem Jahr einfach nicht mehr sehen. Und ich habe mir kaum neue Klamotten gekauft, aber trotzdem hab ich 2 kg mehr als vorher. Die Sachen müssen in den letzten 10 Monaten zugenommen haben, anders kann ich mir das nicht erklären...


Naja, jedenfalls hab ich die Sachenpackaktion dann doch noch irgendwie überlebt und für die letzen drei Nächte bin ich dann wieder in ein Hostel gezogen.


Denn zum einen ich Rachael in dieser Zeit in Wellington gewesen und zum anderen war ich so halt wieder im city centre und bin nun auch ohne Auto überall hin gekommen und am Sonntag auch schnell und einfach zum airport gekommen.


Den Donnerstag, als ich dann wieder in ein Hostel gezogen bin, war in Auckland scheußliches Wetter. Es war grau in grau und hat den ganzen Tag geregnet. Da so ein Mistwetter war, bin ich am Nachmittag mal ins Kino gegangen und habe mir den Michael Jackson Film "This is it" angeschaut. Wenn man den Film sieht, kann man echt nicht glauben, dass MJ nicht mehr lebt, gerade weil dieser Film die letzten Wochen seines Lebens dokumentiert. Und ich bin mir sicher, dass die Konzerte, die er geben wollte einfach einmalig geworden wären.


Am Freitag, sozusagen meinem vorletzten Tag in Neuseeland, denn den Sonntag kann man ja nicht mehr dazu zählen, da mein Flieger schon frühmorgens geht, war wieder super Wetter ich bin frühmorgens mit der Fähre zur "Waiheke Island" gefahren.


Diese Insel liegt direkt vor Auckland und ist mit der Fähre in einer halben Stunde zu erreichen. Es ist eine wirklich schöne Insel mit schönen Buchten und herrlichen Stränden. Dort habe ich den ganzen Tag eigentlich nur relaxt und bin mit dem Bus von einer Bucht zur nächsten gefahren und lag am Strand und hab Pigmente gehascht. Und wie der Zufall so wollte, habe ich am Tag zuvor erfahren, dass Inken auch gerade auf der Insel ist. Inken hatten wir damals in Rotorua (Burger-King-Zeiten) kennen gelernt und sind mit ihr später ca. 2 Wochen im Norden der Südinsel rumgereist. Damals sah ihr Plan eigentlich so aus, dass sie Ende Juni zurück nach Deutschland fliegt. Aber diesen Plan hatte sie dann doch noch mal geändert und ist nun immer noch im schönen Neuseeland unterwegs und kostet ihr Visum in vollen Zügen aus.


Ja, wir haben uns dann am Nachmittag noch getroffen. Sie machte dort gerade wwoofing bei einer Familie und hatte den Strand sozusagen fast vor der Haustür. Das war echt lustig, dass wir uns dort noch einmal gesehen haben.


Am Sonntag musste ich dann früh aus den Federn, denn um 9:20 Uhr ging mein Flieger nach Sydney.


Als ich am Airport ankam, eingecheckt habe und auf mein boarding wartete, konnte ich es irgendwie nicht wirklich fassen, dass meine Zeit hier in Neuseeland echt schon vorbei war.
Ich meine ich habe hier wirklich viel viel viel gesehen und erlebt und viele neue Menschen kennen gelernt, aber irgendwie kann, oder will, ich es garnicht glauben, dass die Zeit nun schon vorbei ist. Ich kann euch sagen, dass ich wirklich jeden Tag und jeden Moment einfach nur genossen habe. Natürlich freue ich mich auch schon darauf, die Familie und all die Freunde in der Heimat wieder zu sehen, aber auf der anderen Seite ist es schon verdammt hart, dass die Zeit hier in Neuseeland schon wieder rum ist...


Als der Flieger dann letzendlich abhob und ich aus dem Flieger die Küste von Auckland gesehen habe und diese wurde immer kleiner, war das schon ein eigenartiges Gefühl...
Aber nun steht ja erstmal ein Monat Australien auf dem Programm. Davon werde ich euch dann demnächst berichten.


Hier noch ein paar Bilder meiner letzten Woche in Neuseeland:


http://picasaweb.google.de/partytom007/WaihekeIsland 
 
LG, euer Tom
 
 

Coromandel Peninsula - 22.10. - 29.10.2009

Nachdem ich die Jungs zum Airport gebracht habe, stand für mich schon fest, dass ich Auckland so schnell wie möglich wieder verlassen möchte. Bis zu meinem Flug nach Australien hatte ich ja noch ca. 2,5 Wochen Zeit, so blieb mir also noch eine gute Woche zum Reisen, bevor ich dann wieder nach Auckland muss, um u.a. den Van noch verkaufen zu können.


Johanna, die ich in Methven kennen gelernt habe, war auch rein zufällig gerade etwas nördlich von Auckland und wollte sowie so Richtung Süden fahren. So haben wir uns spontan dazu entschlossen, gemeinsam die Coromandel Peninsula zu bereisen.
Coromandel ist gerade im Sommer eine sehr beliebte Urlaubsregion mit traumhaften Buchten und Stränden. Und diese galt es zu erkunden.


Gleich am ersten Nachmittag haben wir am Strand unser leckeres Abendessen gesammelt. Es gab frische Muscheln (später wurden wir von ein paar Einheimischen noch aufgeklärt, dass dies keine Muscheln sondern "Tautau" waren, wie auch immer, jedenfalls war es sehr lecker).


Am ersten Abend auf Coromandel hatte ich noch mit Tobi telefoniert und er sagte mir, dass er sich mit seinem flatmate spontan dazu entschlossen hat auch nach Coromandel zu kommen. Für die Jungs stand nämlich ein langes Wochenende vor der Tür, da am Montag Feiertag war.
So waren wir dann also ab Samstag Nachmittag für 2 Tage zu viert unterwegs. Das war schon witzig, dass Tobi und ich uns hier in Neuseeland doch noch mal sehen, wo wir uns ja erst ein paar Tage zuvor in Taupo verabschiedet haben. Ja, so schnell kann es halt gehen.


Wir hatten uns Nachmittag am "Hot-Water-Beach" getroffen. Bei Ebbe kann man sich dort ein Loch in den Sand buddeln und hat dann seinen eigenen Spa-pool, da von unten nämlich heißes Wasser aufsteigt.


Wir waren jedoch nicht bei Ebbe dort. So haben wir zwar keinen Spa-pool gehabt, aber Johanna und ich waren ganz mutig, wir waren anbaden. Das Wetter war nämlich echt super. Nur der Pazifik war noch ein wenig frisch, so sind wir nicht all zu lang im Wasser geblieben. Aber immerhin können wir jetzt sagen, dass wir am 24. Oktober angebadet und somit die Sommersaison offiziell eröffnet haben.


Anschließend sind wir mit Tobi und seinem flatmate (der auch Thomas heißt) immer weiter Richtung Norden gefahren. Von einem schönen Strand, zum nächsten, sozusagen.
Die letzten 60 km ging es dann nur noch bergauf, bergab über Schotterpiste. Aber dafür war die Natur und die Aussicht, die sich uns geboten hat echt super.


Tobi und Thomas sind am Montag nach dem Frühstück wieder Richtung Taupo aufgebrochen und ich bin mit Johanna noch zu weiteren verlassenen Buchten gefahren. Dort hatte nur mal kurzzeitig das Wetter nicht so recht mitgespielt, da es am Nachmittag, kurz nach unserer Ankunft, regnete. Und am nächsten Morgen regnete es auch wieder.


Also haben wir nach dem Frühstück diese Bucht verlassen uns sind ins Innere der Insel gefahren und haben dort am nächsten Tag (wieder bei bestem Wetter) noch eine Wanderung in den Bergen Unternommen. Die darauffolgende Nacht haben wir auch noch auf Coromandel übernachtet, bevor sich dann am nächsten Tag unsere Wege wieder getrennt haben.


Denn ich musste nun leider nach Auckland aufbrechen, da ich nur noch eine gute Woche in Neuseeland hatte und noch unseren Van unter die Leute bringen musste. Johanna ist weiter Richtung Süden gefahren, sie hat nämlich noch einige Monate Neuseeland vor sich und wollte sich im Süden auf Jobsuche begeben.


Es war wirklich eine super Woche, welche ich noch mal in vollen Zügen genossen habe, da es für mich die letzte Woche war, in der ich mit unserem Van rumreisen konnte. Es ist schon echt verrückt, wie schnell die Zeit hier vergangen ist.




Hier noch einige Bilder für euch:
 
http://picasaweb.google.de/partytom007/CoromandelPeninsula 



LG Thomas
 

In zweieinhalb Wochen zusammen mit Marki und Hut mehr als 3000 km durch Neuseeland gereist - 04.10. - 21.10.09

Nach langer Abstinenz melde ich mich endlich mal wieder zu Wort. Es gibt eigentlich so viel zu berichten, aber auf der anderen Seite finde ich auch kaum Zeit zum Schreiben, weil neue Abenteuer auch schon wieder anstehen. So werde ich also mal versuchen, meinen Bericht ganz kurz zu halten und einfach die Fotos für sich sprechen lassen.

Am 04.10. habe ich also Methven verlassen und bin nach Christchurch gefahren und dort Marki und Hut am Airport empfangen. Das war echt cool, die Beiden nach so langer Zeit mal wieder zu sehen. Da beide vom Flug natürlich ganz schön erschossen waren, habe ich für den Tag nix weiter geplant und wir konnten die Nacht in Christchurch bei einem befreundetem Pärchen von mir, welches ich auf Samoa kennen gelernt habe, übernachten.

Aber am nächsten Tag ging dann die große Reise los, von Christchurch aus sind wir als erstes die Ostküste entlang bis zum südlichsten Punkt der Südinsel gefahren.
Das Wetter war natürlich wie immer auf unserer Seite, kurz nachdem wir Christchurch verlassen hatten, haben sich die grauen Wolken verzogen und wir hatten besten Sonnenschein.
Als erstes haben wir uns die "Elephant Rocks" im "Waitaki Valley" angeschaut und anschließend ging es weiter nach Oamaru, wo wir unter anderem Pinguine gesehen haben.

Am nächsten Tag sind wir zu den "Moeraki Boulders", riesige runde "Steinmurmeln", die einfach so am Strand rum liegen, gefahren. Anschließend haben wir den Leuchtturm und die Aussicht am "???? Point" genossen, bevor es weiter nach Dunedin ging.

In Dunedin sind wir erst ein wenig durch das City Centre geschlendert und im Anschluss daran die steilste Straße der Welt zu Fuß rauf gegangen. Danach ging es dann zur "Otago Peninsula" (eine Halbinsel direkt vor Dunedin). Die war landschaftlich echt wunderschön. Dort sind wir zur "Sandflybay" gefahren und haben uns mit den Seerobben den riesigen Strand geteilt.

Auf der "Otago Peninsula" hätte man gut und gerne einige Tage verweilen können, aber da wir eine lange Reiseroute und einen straffen Zeitplan hatten, mussten wir nach der Besichtigung der "Sandfly Bay" die Halbinsel leider auch schon wieder verlassen.

Am Tag drei unserer Reise ging es dann von Dunedin aus über die "Catlins" bis nach Invarcegill. Die "Catlins" beeindrucken durch eine sehr schöne Küstenlandschaft, dort haben wir unter anderem am "Nugget Point", an den "Purekaunui Falls", den "Matai Falls" und der "curio bay" Stops eingelegt. Die Wasserfälle waren sehr beeindruckend und in der "curio bay" konnten wir fossile Baumstämme bestaunen. Laut Reiseführer sollte dort auch ein fossiler Wal zu sehen sein, doch den haben wir leider nicht gefunden. Aber man kann halt nicht alles haben ;-)
Unsere letzte Station vor Invarcegill war dann noch der "Solpe Point", der südlichste Punkt der Südinsel.

Von Invarcegill aus sind war am 4. Tag unserer Reise in den "Fjordland National Park" gefahren. Erster Stop war am "Lake Hauroko", dieser ist mit einer Tiefe von 464 m der tiefste See Neuseelands. Anschließend ging es weiter bis Te Anau. Dort haben wir uns dann als erstes im D.O.C. Office erkundigt, welchen Track wir in den nächsten Tagen gehen können, denn die beiden Jungs sollten schließlich nicht nur den ganzen Tag faul im Auto sitzen, sondern sich auch mal ein bisschen bewegen ;-).

Nach einigem Überlegen haben wir uns dann dazu entschlossen, die Nacht erstmal in Te Anau zu verbringen und am nächsten Tag dann bis zum "Milford Sound" zu fahren und die 2 Tage darauf eine Zwei-Tages-Wanderung zu unternehmen.

Auf dem Weg zum "Milford Sound" haben wir noch einen Abstecher in das "Hollyford Valley" gemacht und dort erst einen kurzen Wanderweg zu einem Wasserfall in Angriff genommen und anschließend eine kurze Kaffeepause eingelegt.
Am Nachmittag kamen wir dann im "Milford Sound" an und waren von der Landschaft wirklich fasziniert.

Am nächsten Morgen ging es dann recht früh aus, denn um 8 Uhr wurden wir abgeholt und es ging zum Wasser. Dort sind wir in ein "Wassertaxi" (was eigentlich nur ein Schlauchboot war, aber 2 mal 5 min Fahrt haben immerhin 80 $ pro Nase gekostet) gesprungen und haben uns zum eigentlichen Ende des weltbekannten "Milford Tracks" bringen lassen.

Dieser Track kann in der Hauptsaison nämlich nur in einer Richtung gewandert werden. Die Hauptsaison beginnt jedoch erst Ende Oktober und so konnten wir auch in die entgegen gesetzte Richtung wandern. Aber leider konnten wir nicht den ganzen Track gehen, da in einem Teilstück noch recht viel Schnee lag und Lawinengefahr bestand. So haben wir nur die letzte Tagesstrecke von 18 km bewältigt, in der Hütte übernachtet und am nächsten Tag die gleiche Strecke wieder zurück.

Aber es hat sich wirklich gelohnt. Die Landschaft ist einfach nur atemberaubend!
Am Zweiten Tag der Wanderung wurden wir dann um 14:30 Uhr von unserem "Wassertaxi wieder zurück eingesammelt. Anschließend sind wir dann nach Queenstown gefahren, haben uns dort den legendären "Fergburger" schmecken lassen und uns ein Hostel zum Übernachten gesucht.

Am nächsten Tag ging es dann von Queenstown erst nach Wanaka und anschließend über den "Haast Pass" zur Westküste und die Westküste bis zum "Franz-Josef-Gletscher" hinauf. Dort kamen wir dann erst im Dunkeln an und haben man gerade noch so ein Hostel gefunden, welches uns aufgenommen hat.

Den darauffolgenden Tag haben wir eine Ganz-Tages-Gletscher-Wanderung unternommen. Das war wirklich einmalig. Es ging durch immer tiefere und engere
Gletscherspalten und Eishöhlen aus blauem Eis. Einfach einmalig.

Die nächste Nacht haben wir dann auch noch am Franz-Josef-Gletscher verbracht, bevor es dann die Westküste bis nach Greymouth hoch ging und von dort aus über den "Lewis Pass" zur Ostküste rüber, bis nach Kaikoura. An diesem Tag konnten wir mal wieder das typische Wetterphänomen der Südinsel bewundern. Meist ist es nämlich so, dass das Wetter auf der Westküste genau das Gegenteil des Wetters der Ostküste ist. Hier dienen nämlich die Southern Alps als Wetterbarriere. So auch an diesem Tag. An der Westküste hat es die ganze Zeit wie aus Eimern geregnet und kaum waren wir über dem "Lewis Pass" drüber, hatten wir wieder blauen Himmel und bestes Wetter.

Am nächsten Tag ging es dann von Kaikoura über Blennheim bis nach Picton und von dort aus haben wir die Fähre zu Nordinsel genommen und sind am Abend in Wellington, der Hauptstadt Neuseelands, gelandet.

Zwischen Kaikoura und Blennheim haben wir an einen der vielen Imbisbuden, die frischen Hummer verkaufen, angehalten und uns einen großen frischen Hummer gekauft. Diesen haben wir uns dann auf dem Sonnendeck der Fähre schmecken lassen, man gönnt sich ja sonst nix ;-)
In Wellington sind wir abends in der city essen und am nächsten Tag Vormittags in das "Te Papa Museum" (Nationalmuseum) gegangen. Das Museum war echt sehenswert und für den Vormittag genau das richtige, da es nämlich geregnet hat.

Anschließend ging es dann die Westküste Richtung Norden bis nach Haweara.
Den Tag darauf sind wir erst noch zum Mt. Egmont gefahren. Die schneebedeckte Kuppel des Vulkans haben wir aber leider nur zum Frühstück kurz gesehen, als wir näher ran gefahren sind, haben sich leider ein paar Wolken davor geschoben.

Anschließend ging es über den "Forgotten World Highway" nach Taupo. Die Strecke war landschaftlich wirklich der Hammer, aber auch extrem kurven reich und es ging ständig bergauf bergab und zwischendurch mal noch über knapp 20 km Schotterpiste. Typisch Neuseeland halt.
In Taupo haben wir dann endlich den Tobi wieder getroffen. Das war ein freudiges Wiedersehen, nach über 4,5 Monaten. In Taupo hatten wir uns dann auch für insgesamt 4 Nächte niedergelassen. Das war nach der Marathontour der letzen Tage aber auch echt nötig.
Am ersten Abend haben wir gleich erstmal ein leckeres bbq auf dem Balkon gemacht und uns anschließend in das Nachtleben gestürzt. Am nächsten Tag war dann der Tag der Wahrheit. Wir haben alle zusammen einen Skydive (Fallschirmsprung) aus
5.000 m Höhe gemacht. Und ich kann euch sagen, das war wirklich der absolute Wahnsinn. Man kann es eigentlich garnicht in Worte fassen. Über eine Minute Freier Fall und mit mehr als 200 km/h Richtung Erde, das ist schon echt verrückt. Aber schaut euch die Bilder am besten selbst an.
Am nächsten Tag, es war Montag, musste Tobi wieder fleißig arbeiten und wir drei haben rund um Taupo noch ein wenig Sightseeing und Hut gleich mal noch einen Bungysprung gemacht. Abends hatte wir noch ein leckeres bbq bei Tobi auf dem Balkon und haben die herrlich Aussicht auf den Lake Taupo und die schneebedeckten Vulkane im Hintergrund genossen.
Den nächsten Morgen ging es dann weiter nach Rotorua und dort haben wir uns zum Kaffee mit meinen Eltern getroffen. Das war auch echt ein ganz besonderer Moment, nach fast 10 Monaten die Beiden wieder zu sehen. Sie sind ja in der gleichen Zeit, in der wir von Süd nach Nord gereist sind, von Nord nach Süd gereist und da haben wir uns einfach mal in der Mitte getroffen. Super!!!

Nach dem Kaffe bin ich mit den Beiden zu ihrem Hotel gefahren, so konnten sie auch mal Fahrgäste in unseren Van sein, und Hut und Marki haben sich die Zeit in Rotorua vertrieben. Abends waren wir dann alle zusammen noch schön Essen.

Am nächsten Tag ging es dann von Rotorua aus nach Auckland. Hier sind wir erst zum Mt. Eden rauf gefahren, denn von dort aus hat man eine schöne Aussicht über die ganze Stadt. Anschließend haben wir uns ein Hostel gesucht und sind danach noch mal in das city centre gefahren.

Am darauffolgenden Morgen, dem 20.10.09 mussten wir recht früh aus den Federn und ich habe Marki und Hut kurz vor 8 Uhr am Airport abgesetzt. Ja, so schnell können 2,5 Wochen vergehen. Aber wir haben in dieser Zeit wirklich sehr viel gesehen und erlebt. Mehr als 3.000 km mit dem Van zurück gelegt, da waren bestimmt gute 200 km Schotterpiste dabei.

Das war also unsere Reise im Schnelldurchlauf und nun kommen noch die entsprechenden Bilder dazu, viel Spaß beim anschauen.

"Elephant Rocks", Pinguine in Oamaru, "Moeraki Boulders", Dunedin, Otago Pensinsula und die "Catlins":


http://picasaweb.google.de/partytom007/DieOstkusteEntlangVonChristchurchBisNachInvarcegill

 
"Fjordland National Park (Lake Hauroko und Milford Track):


http://picasaweb.google.de/partytom007/FjordlandNationalPark

 
Von Queenstown nach Wanaka und über den Haast Pass zur Westcoast, bis zum Franz-Josef-Gletscher:
 
http://picasaweb.google.de/partytom007/QueenstownWanakaUndUberDenHaastPassZurWestkuste


Gletscherwanderung:
 
http://picasaweb.google.de/partytom007/GletscherwanderungAufDemFranzJosefGletscher


Von der Westcaost über den "Lewis Pass" zur Eastcoast, von Kaikoura über Blennheim bis nach Picton, mit der Fähre von Picton nach Wellington, von Wellington die Westcoast bis zum Mt. Egmont, über den "Forgotten World Highway nach Taupo, von Taupo über Rotorua bis nach Auckland:

http://picasaweb.google.de/partytom007/DerRestUnsererNeuseelandtourZuDritt

 
Skydive in Taupo:
  
http://picasaweb.google.de/partytom007/Skydive

Ich wünsch euch viel Spaß mit den Bildern

LG Tom