Donnerstag, 26. November 2009

In zweieinhalb Wochen zusammen mit Marki und Hut mehr als 3000 km durch Neuseeland gereist - 04.10. - 21.10.09

Nach langer Abstinenz melde ich mich endlich mal wieder zu Wort. Es gibt eigentlich so viel zu berichten, aber auf der anderen Seite finde ich auch kaum Zeit zum Schreiben, weil neue Abenteuer auch schon wieder anstehen. So werde ich also mal versuchen, meinen Bericht ganz kurz zu halten und einfach die Fotos für sich sprechen lassen.

Am 04.10. habe ich also Methven verlassen und bin nach Christchurch gefahren und dort Marki und Hut am Airport empfangen. Das war echt cool, die Beiden nach so langer Zeit mal wieder zu sehen. Da beide vom Flug natürlich ganz schön erschossen waren, habe ich für den Tag nix weiter geplant und wir konnten die Nacht in Christchurch bei einem befreundetem Pärchen von mir, welches ich auf Samoa kennen gelernt habe, übernachten.

Aber am nächsten Tag ging dann die große Reise los, von Christchurch aus sind wir als erstes die Ostküste entlang bis zum südlichsten Punkt der Südinsel gefahren.
Das Wetter war natürlich wie immer auf unserer Seite, kurz nachdem wir Christchurch verlassen hatten, haben sich die grauen Wolken verzogen und wir hatten besten Sonnenschein.
Als erstes haben wir uns die "Elephant Rocks" im "Waitaki Valley" angeschaut und anschließend ging es weiter nach Oamaru, wo wir unter anderem Pinguine gesehen haben.

Am nächsten Tag sind wir zu den "Moeraki Boulders", riesige runde "Steinmurmeln", die einfach so am Strand rum liegen, gefahren. Anschließend haben wir den Leuchtturm und die Aussicht am "???? Point" genossen, bevor es weiter nach Dunedin ging.

In Dunedin sind wir erst ein wenig durch das City Centre geschlendert und im Anschluss daran die steilste Straße der Welt zu Fuß rauf gegangen. Danach ging es dann zur "Otago Peninsula" (eine Halbinsel direkt vor Dunedin). Die war landschaftlich echt wunderschön. Dort sind wir zur "Sandflybay" gefahren und haben uns mit den Seerobben den riesigen Strand geteilt.

Auf der "Otago Peninsula" hätte man gut und gerne einige Tage verweilen können, aber da wir eine lange Reiseroute und einen straffen Zeitplan hatten, mussten wir nach der Besichtigung der "Sandfly Bay" die Halbinsel leider auch schon wieder verlassen.

Am Tag drei unserer Reise ging es dann von Dunedin aus über die "Catlins" bis nach Invarcegill. Die "Catlins" beeindrucken durch eine sehr schöne Küstenlandschaft, dort haben wir unter anderem am "Nugget Point", an den "Purekaunui Falls", den "Matai Falls" und der "curio bay" Stops eingelegt. Die Wasserfälle waren sehr beeindruckend und in der "curio bay" konnten wir fossile Baumstämme bestaunen. Laut Reiseführer sollte dort auch ein fossiler Wal zu sehen sein, doch den haben wir leider nicht gefunden. Aber man kann halt nicht alles haben ;-)
Unsere letzte Station vor Invarcegill war dann noch der "Solpe Point", der südlichste Punkt der Südinsel.

Von Invarcegill aus sind war am 4. Tag unserer Reise in den "Fjordland National Park" gefahren. Erster Stop war am "Lake Hauroko", dieser ist mit einer Tiefe von 464 m der tiefste See Neuseelands. Anschließend ging es weiter bis Te Anau. Dort haben wir uns dann als erstes im D.O.C. Office erkundigt, welchen Track wir in den nächsten Tagen gehen können, denn die beiden Jungs sollten schließlich nicht nur den ganzen Tag faul im Auto sitzen, sondern sich auch mal ein bisschen bewegen ;-).

Nach einigem Überlegen haben wir uns dann dazu entschlossen, die Nacht erstmal in Te Anau zu verbringen und am nächsten Tag dann bis zum "Milford Sound" zu fahren und die 2 Tage darauf eine Zwei-Tages-Wanderung zu unternehmen.

Auf dem Weg zum "Milford Sound" haben wir noch einen Abstecher in das "Hollyford Valley" gemacht und dort erst einen kurzen Wanderweg zu einem Wasserfall in Angriff genommen und anschließend eine kurze Kaffeepause eingelegt.
Am Nachmittag kamen wir dann im "Milford Sound" an und waren von der Landschaft wirklich fasziniert.

Am nächsten Morgen ging es dann recht früh aus, denn um 8 Uhr wurden wir abgeholt und es ging zum Wasser. Dort sind wir in ein "Wassertaxi" (was eigentlich nur ein Schlauchboot war, aber 2 mal 5 min Fahrt haben immerhin 80 $ pro Nase gekostet) gesprungen und haben uns zum eigentlichen Ende des weltbekannten "Milford Tracks" bringen lassen.

Dieser Track kann in der Hauptsaison nämlich nur in einer Richtung gewandert werden. Die Hauptsaison beginnt jedoch erst Ende Oktober und so konnten wir auch in die entgegen gesetzte Richtung wandern. Aber leider konnten wir nicht den ganzen Track gehen, da in einem Teilstück noch recht viel Schnee lag und Lawinengefahr bestand. So haben wir nur die letzte Tagesstrecke von 18 km bewältigt, in der Hütte übernachtet und am nächsten Tag die gleiche Strecke wieder zurück.

Aber es hat sich wirklich gelohnt. Die Landschaft ist einfach nur atemberaubend!
Am Zweiten Tag der Wanderung wurden wir dann um 14:30 Uhr von unserem "Wassertaxi wieder zurück eingesammelt. Anschließend sind wir dann nach Queenstown gefahren, haben uns dort den legendären "Fergburger" schmecken lassen und uns ein Hostel zum Übernachten gesucht.

Am nächsten Tag ging es dann von Queenstown erst nach Wanaka und anschließend über den "Haast Pass" zur Westküste und die Westküste bis zum "Franz-Josef-Gletscher" hinauf. Dort kamen wir dann erst im Dunkeln an und haben man gerade noch so ein Hostel gefunden, welches uns aufgenommen hat.

Den darauffolgenden Tag haben wir eine Ganz-Tages-Gletscher-Wanderung unternommen. Das war wirklich einmalig. Es ging durch immer tiefere und engere
Gletscherspalten und Eishöhlen aus blauem Eis. Einfach einmalig.

Die nächste Nacht haben wir dann auch noch am Franz-Josef-Gletscher verbracht, bevor es dann die Westküste bis nach Greymouth hoch ging und von dort aus über den "Lewis Pass" zur Ostküste rüber, bis nach Kaikoura. An diesem Tag konnten wir mal wieder das typische Wetterphänomen der Südinsel bewundern. Meist ist es nämlich so, dass das Wetter auf der Westküste genau das Gegenteil des Wetters der Ostküste ist. Hier dienen nämlich die Southern Alps als Wetterbarriere. So auch an diesem Tag. An der Westküste hat es die ganze Zeit wie aus Eimern geregnet und kaum waren wir über dem "Lewis Pass" drüber, hatten wir wieder blauen Himmel und bestes Wetter.

Am nächsten Tag ging es dann von Kaikoura über Blennheim bis nach Picton und von dort aus haben wir die Fähre zu Nordinsel genommen und sind am Abend in Wellington, der Hauptstadt Neuseelands, gelandet.

Zwischen Kaikoura und Blennheim haben wir an einen der vielen Imbisbuden, die frischen Hummer verkaufen, angehalten und uns einen großen frischen Hummer gekauft. Diesen haben wir uns dann auf dem Sonnendeck der Fähre schmecken lassen, man gönnt sich ja sonst nix ;-)
In Wellington sind wir abends in der city essen und am nächsten Tag Vormittags in das "Te Papa Museum" (Nationalmuseum) gegangen. Das Museum war echt sehenswert und für den Vormittag genau das richtige, da es nämlich geregnet hat.

Anschließend ging es dann die Westküste Richtung Norden bis nach Haweara.
Den Tag darauf sind wir erst noch zum Mt. Egmont gefahren. Die schneebedeckte Kuppel des Vulkans haben wir aber leider nur zum Frühstück kurz gesehen, als wir näher ran gefahren sind, haben sich leider ein paar Wolken davor geschoben.

Anschließend ging es über den "Forgotten World Highway" nach Taupo. Die Strecke war landschaftlich wirklich der Hammer, aber auch extrem kurven reich und es ging ständig bergauf bergab und zwischendurch mal noch über knapp 20 km Schotterpiste. Typisch Neuseeland halt.
In Taupo haben wir dann endlich den Tobi wieder getroffen. Das war ein freudiges Wiedersehen, nach über 4,5 Monaten. In Taupo hatten wir uns dann auch für insgesamt 4 Nächte niedergelassen. Das war nach der Marathontour der letzen Tage aber auch echt nötig.
Am ersten Abend haben wir gleich erstmal ein leckeres bbq auf dem Balkon gemacht und uns anschließend in das Nachtleben gestürzt. Am nächsten Tag war dann der Tag der Wahrheit. Wir haben alle zusammen einen Skydive (Fallschirmsprung) aus
5.000 m Höhe gemacht. Und ich kann euch sagen, das war wirklich der absolute Wahnsinn. Man kann es eigentlich garnicht in Worte fassen. Über eine Minute Freier Fall und mit mehr als 200 km/h Richtung Erde, das ist schon echt verrückt. Aber schaut euch die Bilder am besten selbst an.
Am nächsten Tag, es war Montag, musste Tobi wieder fleißig arbeiten und wir drei haben rund um Taupo noch ein wenig Sightseeing und Hut gleich mal noch einen Bungysprung gemacht. Abends hatte wir noch ein leckeres bbq bei Tobi auf dem Balkon und haben die herrlich Aussicht auf den Lake Taupo und die schneebedeckten Vulkane im Hintergrund genossen.
Den nächsten Morgen ging es dann weiter nach Rotorua und dort haben wir uns zum Kaffee mit meinen Eltern getroffen. Das war auch echt ein ganz besonderer Moment, nach fast 10 Monaten die Beiden wieder zu sehen. Sie sind ja in der gleichen Zeit, in der wir von Süd nach Nord gereist sind, von Nord nach Süd gereist und da haben wir uns einfach mal in der Mitte getroffen. Super!!!

Nach dem Kaffe bin ich mit den Beiden zu ihrem Hotel gefahren, so konnten sie auch mal Fahrgäste in unseren Van sein, und Hut und Marki haben sich die Zeit in Rotorua vertrieben. Abends waren wir dann alle zusammen noch schön Essen.

Am nächsten Tag ging es dann von Rotorua aus nach Auckland. Hier sind wir erst zum Mt. Eden rauf gefahren, denn von dort aus hat man eine schöne Aussicht über die ganze Stadt. Anschließend haben wir uns ein Hostel gesucht und sind danach noch mal in das city centre gefahren.

Am darauffolgenden Morgen, dem 20.10.09 mussten wir recht früh aus den Federn und ich habe Marki und Hut kurz vor 8 Uhr am Airport abgesetzt. Ja, so schnell können 2,5 Wochen vergehen. Aber wir haben in dieser Zeit wirklich sehr viel gesehen und erlebt. Mehr als 3.000 km mit dem Van zurück gelegt, da waren bestimmt gute 200 km Schotterpiste dabei.

Das war also unsere Reise im Schnelldurchlauf und nun kommen noch die entsprechenden Bilder dazu, viel Spaß beim anschauen.

"Elephant Rocks", Pinguine in Oamaru, "Moeraki Boulders", Dunedin, Otago Pensinsula und die "Catlins":


http://picasaweb.google.de/partytom007/DieOstkusteEntlangVonChristchurchBisNachInvarcegill

 
"Fjordland National Park (Lake Hauroko und Milford Track):


http://picasaweb.google.de/partytom007/FjordlandNationalPark

 
Von Queenstown nach Wanaka und über den Haast Pass zur Westcoast, bis zum Franz-Josef-Gletscher:
 
http://picasaweb.google.de/partytom007/QueenstownWanakaUndUberDenHaastPassZurWestkuste


Gletscherwanderung:
 
http://picasaweb.google.de/partytom007/GletscherwanderungAufDemFranzJosefGletscher


Von der Westcaost über den "Lewis Pass" zur Eastcoast, von Kaikoura über Blennheim bis nach Picton, mit der Fähre von Picton nach Wellington, von Wellington die Westcoast bis zum Mt. Egmont, über den "Forgotten World Highway nach Taupo, von Taupo über Rotorua bis nach Auckland:

http://picasaweb.google.de/partytom007/DerRestUnsererNeuseelandtourZuDritt

 
Skydive in Taupo:
  
http://picasaweb.google.de/partytom007/Skydive

Ich wünsch euch viel Spaß mit den Bildern

LG Tom

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