Donnerstag, 26. November 2009

Meine letzte Woche in Neuseeland 29.10. - 08.11.2009

Als ich in Auckland ankam, habe ich mich für die ersten 2 Nächste erstmal in ein Hostel eingebucht. Was garnicht so einfach war, denn ich brauchte immerhin drei Anläufe, um ein Hostel zu finden, welches noch ein freies Bett für mich hatte.


Aber ich hatte dann doch noch ein ganz nettes Hostel gefunden und als ich mein Futter gerade in der Küche verstaute, habe ich mitbekommen, wie sich gerade ein deutsches Pärchen auf der Terrasse mit jemandem unterhält und sie sagten, dass sie auf der Suche nach einem Auto sind. Da hab ich mich mal gleich eingemischt und gesagt, dass ich da nen super Auto im Angebot habe.


Am nächsten Tag habe ich dann noch die w.o.f (so etwas wie der TÜV) machen lassen. Dabei hat sich heraus gestellt, dass einige Verschleißteile noch ausgetauscht werden müssen. Die Werkstatt konnte das aber leider erst nächste Woche machen, was mein Plan natürlich ein wenig durcheinander gebracht hat, denn ich wollte an dem Wochenende das Auto eigentlich verkaufen.


Naja, aber jedenfalls war das deutsche Pärchen nach einer ersten Besichtigung und einer Probefahrt von unserem Van ganz angetan. Wir sind dann Freitag Nachmittag so verblieben, dass sie es sich ganz in Ruhe überlegen, ob sie den Van kaufen möchten, und mir dann am Abend beim bbq Bescheid geben können.


In unserem Hostel wird nämlich im Sommer jeden Freitagabend ein großes bbq veranstaltet, bei dem die Würstchen vom Hostel gestellt werden und alle Gäste können etwas dazu beisteuern (z.B. Salat oder Baguette oder etwas Spezielles aus seinem jeweiligen Land). Das ist echt ne super Sache und bis jetzt das Zweite Hostel, in dem ich so etwas miterleben durfte.


Und es war echt super, wir hatten so viele verschiedene Salate (Kartoffel-, Nudel-, Möhrensalat usw.). Bei dem bbq-Abend hat mir das deutsche Pärchen dann gesagt, dass sie gerne unseren Van kaufen möchten. Die einzige Bedingung war, dass sie es von einem Mechaniker noch mal durchchecken lassen wollten, da beide nicht wirklich viel Ahnung von Autos hatten. Ich war damit natürlich einverstanden. Da aber über das Wochenende keine Werkstatt offen hat, haben wir ausgemacht, dass wir am nächsten Morgen gemeinsam zum backpacker-carmart fahren, denn dort ist immer ein Mechaniker vor Ort, der den Check machen kann.


Ich hatte mich den Abend noch kurz auf einen drink mit Rachael und Joe getroffen. Die beiden hatte ich auf meinem Samoa-Urlaub kennen gelernt und beide wohnen in Auckland. Ich hatte ihnen am Tag zuvor geschrieben, dass ich nun wieder in Auckland gelandet bin und darauf hin hatten sie mich gleich angerufen und mir gesagt, dass ich gerne bei Rachael für ein paar Tage übernachten kann.


So haben wir das dann auch gemacht. Am Samstag bin ich frühmorgens erst mit meinen potentiellen Autokäufern zum backpacker-carmart gefahren und sie haben dort den Check machen lassen und anschließend gesagt, dass sie den Van kaufen. Super, das ging ja mal echt fix mit dem Verkauf und das Lustige war, dass sich innerhalb der halben Stunde, die wir auf dem Markt waren, bereits weitere 3 potentielle Käufer um unseren Van versammelt haben, die ihn auch gerne gekauft hätten.


Aber das Paar aus meinem Hostel war nun mal zu erst da. Wir haben dann ausgemacht, dass ich am Montag Vormittag noch die erforderlichen Reparaturen machen lasse, damit für den TÜV alles passt, am Nachmittag war dann Übergabe angesagt.


Ich bin anschließend zu Rachael gefahren. Sie wohnt, mit noch einem Paar zusammen, in einem wirklich schönen Haus, etwas außerhalb vom city centre.
Als ich dort ankam haben wir erstmal einen Kaffee auf dem Sonnendeck getrunken und anschließend hab ich meine ganzen Klamotten aus dem Van geholt und in meinem Zimmer verstaut. Rachael hat mir dann gesagt, dass sie am Nachmittag in die Stadt will und wenn ich Lust habe, kann ich gerne mit kommen. Mir war aber irgendwie nur nach relaxen zu mute und so habe ich ihr Angebot freundlich abgelehnt.


Gleich am ersten Tag in diesem Haus habe ich wieder die typische neuseeländische Gastfreundlichkeit mitbekommen. Rachael ist dann nämlich in die Stadt gefahren und ihre Mitbewohnerin ist auch aus dem Haus gegangen und beide haben mir gesagt, dass ich mich einfach wie zu hause fühlen soll. Das viel mir wirklich nicht schwer.


Am Abend hatte ich dann auch noch Simon, den anderen Mitbewohner, kennen gelernt. Am nächsten Tag sind Rachael und ich zu ihrem Bruder, ihrer Schwägerin und ihren 3 Nichten gefahren. Sie wohnen auch in Auckland und bei ihnen saßen wir, mit Kaffee und frisch gebackenen Muffins, auf dem Balkon, haben viel erzählt und dass sonnige Wetter genossen. Racheals Schwägerin kommt ursprünglich aus Holland und lebt jetzt halt in Neuseeland und die Kinder wachsen zweisprachig auf, find ich cool.


Rachaels Bruder und seine Frau sind auch super gastfreundlich. Sie haben mir zum Beispiel gesagt, falls irgendwelche Freunde von mir demnächst mal nach Auckland kommen, soll ich ihnen Bescheid sagen. Sie können dann gerne bei ihnen vorbei kommen und dann würden sie ein großes bbq machen. So sind sie halt die Kiwis...


So wohnte ich also für ein paar Tage bei Rachael und ihren Mitbewohnern. Es war echt eine schöne Zeit, abends haben wir immer gemeinsam ein leckeres dinner gemacht. Am Montag hatte mich die Werkstatt dann noch fast auf die Palme gebracht. Denn als ich Montag früh dort den Van abgegeben habe, haben sie mir erst gesagt, dass sie dass an diesem Tag leider nicht schaffen, weil sie so viel zu tun haben. Nach einiger Diskussion haben sie ihn dann doch da behalten, aber als ich den Van dann am Nachmittag abholen wollte, haben sie mir gesagt, dass sie leider falsche Ersatzteile bestellt haben und die richtigen erst morgen kommen.
So wurde aus der kleinen Reparatur für mich fast noch eine unendliche Geschichte. Aber letzendlich konnte ich dann Dienstag Mittag den Verkauf des reparierten Autos doch noch gut abwickeln. *freu*


Kurz darauf stand aber gleich die nächste Herausforderung an: Ich musste meine Sachen packen!!!! Die letzten 10 Monate hatte ich ja immer den guten Van, in dem ich meine Rucksäcke einfach reingeschmissen habe und dann noch die gute "Kleiderschrank-Box" hatte. Und nun musste ich versuchen, all meinen Kram in meine beiden Rucksäcke zu verstauen. Das war echt eine Herausforderung, kann ich euch sagen.


Ich hatte zwar bereits angefangen in Methven die ersten Sachen auszusortieren und dem Roten Kreuz zu spenden, dann hatte ich auf dem Weg nach Auckland die ersten Sachen weggeschmissen und im Hostel in Auckland den nächsten Schwung entsorgt. Ich hatte aber trotzdem noch alle Mühe, den großen Rucksack zuzukriegen.


Und letzendlich musste ich auf dem Airport dann feststellen, dass der Rucksack nun 2 kg schwerer ist, als auf dem Hinflug. Keine Ahnung wie das geht, ich hab wirklich so viel Klamotten weggeschmissen. Denn entweder sind sie kaputt gegangen oder ich konnte sie nach dem Jahr einfach nicht mehr sehen. Und ich habe mir kaum neue Klamotten gekauft, aber trotzdem hab ich 2 kg mehr als vorher. Die Sachen müssen in den letzten 10 Monaten zugenommen haben, anders kann ich mir das nicht erklären...


Naja, jedenfalls hab ich die Sachenpackaktion dann doch noch irgendwie überlebt und für die letzen drei Nächte bin ich dann wieder in ein Hostel gezogen.


Denn zum einen ich Rachael in dieser Zeit in Wellington gewesen und zum anderen war ich so halt wieder im city centre und bin nun auch ohne Auto überall hin gekommen und am Sonntag auch schnell und einfach zum airport gekommen.


Den Donnerstag, als ich dann wieder in ein Hostel gezogen bin, war in Auckland scheußliches Wetter. Es war grau in grau und hat den ganzen Tag geregnet. Da so ein Mistwetter war, bin ich am Nachmittag mal ins Kino gegangen und habe mir den Michael Jackson Film "This is it" angeschaut. Wenn man den Film sieht, kann man echt nicht glauben, dass MJ nicht mehr lebt, gerade weil dieser Film die letzten Wochen seines Lebens dokumentiert. Und ich bin mir sicher, dass die Konzerte, die er geben wollte einfach einmalig geworden wären.


Am Freitag, sozusagen meinem vorletzten Tag in Neuseeland, denn den Sonntag kann man ja nicht mehr dazu zählen, da mein Flieger schon frühmorgens geht, war wieder super Wetter ich bin frühmorgens mit der Fähre zur "Waiheke Island" gefahren.


Diese Insel liegt direkt vor Auckland und ist mit der Fähre in einer halben Stunde zu erreichen. Es ist eine wirklich schöne Insel mit schönen Buchten und herrlichen Stränden. Dort habe ich den ganzen Tag eigentlich nur relaxt und bin mit dem Bus von einer Bucht zur nächsten gefahren und lag am Strand und hab Pigmente gehascht. Und wie der Zufall so wollte, habe ich am Tag zuvor erfahren, dass Inken auch gerade auf der Insel ist. Inken hatten wir damals in Rotorua (Burger-King-Zeiten) kennen gelernt und sind mit ihr später ca. 2 Wochen im Norden der Südinsel rumgereist. Damals sah ihr Plan eigentlich so aus, dass sie Ende Juni zurück nach Deutschland fliegt. Aber diesen Plan hatte sie dann doch noch mal geändert und ist nun immer noch im schönen Neuseeland unterwegs und kostet ihr Visum in vollen Zügen aus.


Ja, wir haben uns dann am Nachmittag noch getroffen. Sie machte dort gerade wwoofing bei einer Familie und hatte den Strand sozusagen fast vor der Haustür. Das war echt lustig, dass wir uns dort noch einmal gesehen haben.


Am Sonntag musste ich dann früh aus den Federn, denn um 9:20 Uhr ging mein Flieger nach Sydney.


Als ich am Airport ankam, eingecheckt habe und auf mein boarding wartete, konnte ich es irgendwie nicht wirklich fassen, dass meine Zeit hier in Neuseeland echt schon vorbei war.
Ich meine ich habe hier wirklich viel viel viel gesehen und erlebt und viele neue Menschen kennen gelernt, aber irgendwie kann, oder will, ich es garnicht glauben, dass die Zeit nun schon vorbei ist. Ich kann euch sagen, dass ich wirklich jeden Tag und jeden Moment einfach nur genossen habe. Natürlich freue ich mich auch schon darauf, die Familie und all die Freunde in der Heimat wieder zu sehen, aber auf der anderen Seite ist es schon verdammt hart, dass die Zeit hier in Neuseeland schon wieder rum ist...


Als der Flieger dann letzendlich abhob und ich aus dem Flieger die Küste von Auckland gesehen habe und diese wurde immer kleiner, war das schon ein eigenartiges Gefühl...
Aber nun steht ja erstmal ein Monat Australien auf dem Programm. Davon werde ich euch dann demnächst berichten.


Hier noch ein paar Bilder meiner letzten Woche in Neuseeland:


http://picasaweb.google.de/partytom007/WaihekeIsland 
 
LG, euer Tom
 
 

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