Nach dem wir uns am frühen Morgen nur ganz schwer von dem herrlichen Ausblick von Alice’s Grundstück trennen konnten, sind wir nach Marahau gefahren. Denn wir wollten an diesem Tag den "Abel Tasman Coastal Track" im "Abel Tasman National Park" in Angriff nehmen.
Neuseelands kleinster Nationalpark wurde 1942, genau 300 Jahre nach Abel Tasmans Landung, eingerichtet und dem Entdecker zu Ehren benannt. Unter den Besuchern des Parks ist besonders der 51 km lange Küsten-Wanderweg (Abel Tasman Coastal Track) beliebt. www.wikipedia.org
Ja, und von diesem schönen Küstenwanderweg sind wir an diesem Tag ein Teilstück gegangen.
In Marahau haben wir ein Wassertaxi gebucht und mit dem Wasssertaxi sind wir erstmal ne knappe Stunde übers Meer gedüst.
Als erstes ging es zum "Split Apple Rock", anschließend zur "Adele Island". Auf dieser Insel hat sich eine Seehundkolonie angesiedelt, dort waren aber nur wenige zu Seehunde zu sehen. Weiterhin sind wir noch an einer Bucht vorbei gefahren, in denen sogar einige wenige Häuser standen. Dies sind die einzigen privaten Häuser im National Park. Die Eigentümer hatten die Grundstücke erworben, bevor der National Park 1942 gegründet wurde. Ja, ich würde mal sagen, die haben es richtig gemacht. Die Grundstücke sind wohl so einige Millionen wert...
In der Bark Bay sind wir dann aus dem Wassertaxi ausgestiegen und hatten einen ca. 7 stündigen Fußmarsch zurück nach Marahau vor uns.
Der Track führte an einer herrlichen Küstenlandschaft entlang. Bei dieser Landschaft, zusammen mit dem sommerlichen Wetter, kam man sich fast wie in der Karibik vor.
Aber schaut selbst, ich denke die Bilder sprechen für sich:
http://picasaweb.google.com/partytom007/AbelTasmanNationalPark
Gegen 18 Uhr hatten wir den Track beendet und haben anschließend einen Platz zum übernachten gesucht. Da wir einige Tage zuvor bereits in der Gegend übernachtet haben, wussten wir ja schon, dass es dort nicht ganz so unkompliziert ist, einen Platz zu finden, da diese Gegend touristisch sehr gut erschlossen ist und man nicht einfach so am Strand übernachten kann.
So sind wir die Landstraße erst einige Kilometer zurück gefahren und irgendwann kam auf der linken Seite ein Abzweig, an dem ein Schild stand, dass dort Land zu verkaufen ist. Wir haben es dann einfach mal versucht, sind dort abgebogen und wollten mal schauen, wo wir so landen. Es ging dann ein Stück bergauf und schon bot sich uns ein schönes Plätzchen für unseren Van und das Zelt von Inken, direkt am Waldesrand.
Als wir aus dem Auto ausgestiegen sind, haben wir dann Kinderstimmen gehört und gesehen, dass der Weg noch ein Stück weiter hoch ging und dort ein Haus mitten im Wald stand. Da haben wir uns dann gedacht, dass wir dort doch am besten mal einfach fragen, ob wir eine Nacht an diesem Platz übernachten können. So sind Inken und ich dann den Weg noch weiter hoch zu dem Haus gegangen und dort bot sich uns folgende Scene, die mal wieder typisch für Neuseeland war:
Als wir am Haus ankamen, ist gerade ein Quad um das Haus gefahren. Auf dem Quad saß eine Mutter mit ihren zwei Kindern. Der Sohn (vielleicht 5 Jahre alt) hat das Quad gefahren und Mutter und Tochter saßen hinten drauf. Wie wir so vor dem Haus standen, ging ein Fenster im Obergeschoss auf und der Vater stand am Fenster und begrüßte uns mit einem freundlich "Hi, how are you".
Wir haben ihn dann gefragt, ob es in Ordnung ist, wenn wir dort unten auf dem freien Platz neben dem Weg mit unseren Van übernachten. Er sagte "Yes, that’s perfect." Er zeigte dann auch noch auf die Wiese, direkt vor dem Haus, und sagte, dass wir uns auch gern dort hinstellen können. Das konnten wir dann aber auch schon wieder kaum verstehen, weil der Rest der Familie gerade wieder mit dem Quad vorbei kamen und die nächste Runde ums Haus gedreht haben, aber nicht ohne uns freundlich zu zu winken.
Wir haben uns dann freundlich bedankt und verabschiedet und sind wieder runter zum Van gegangen und haben erst mal Inkens Zelt aufgebaut.
Einige Minuten später kam die Familie dann noch kurz mit dem Quad runter und hat eine Runde vor unserem Platz gedreht und freundlich zugewunken.
Echt freundlich die Kiwis.
Soweit erstmal für heute.
Viele liebe Grüße aus Neuseeland
sendet euch Thomas
Mittwoch, 29. April 2009
Mittwoch, 15. April 2009
unterwegs in der "Golden Bay"
Nachdem wir den Tag mit trüben Wetter mit den Erkundungen der Höhlen überbrückt haben, ging es am nächsten Tag bei bestem Wetter auf in die "Golden Bay". Ein paar Tage zuvor haben wir mit Inken per sms Kontakt aufgenommen. Inken kennen wir aus unserer Zeit in Rotorua. Sie wohnte und arbeitete in dem Hostel, in dem wir auch wohnten. Wir wussten, dass sie ein oder zwei Wochen zuvor in die "Golden Bay" wollte. Sie war jedenfalls immer noch dort. So haben wir uns kurzer Hand verabredet und wollten dann die nächsten Tage zusammen den Norden der Südinsel erkunden.
Unser Ziel für diesen Tag war das "Cape Farwell", der nördlichste Punkt der Südinsel. Als erstes haben wir aber in Takaka einen kleinen Stop eingelegt, um für die kommenden Tage Lebensmittel einzukaufen und unser Wasservorrat aufzufüllen.
Takaka ist einer der entspanntesten Orte Neuseelands und gleichzeitig Zentrum der Gegend an der Golden Bay. Auf dem Weg zum Nordwestkap der Südinsel ist er die letzte nennenswerte Siedlung. Im Sommer erwacht die lokale Gemeinde von "Woodstock-Kindern" und Künstlern so richtig zum Leben. Lonely Planet
Takaka ist sozusagen der absolute Hippie-Ort Neuseelands.
Inken haben wir in einem kleinen Ort, kurz vor dem "Farewell Spit" abgeholt. Sie hatte die Woche zuvor bei einer Neuseeländerin (Alice) gewooft. Also kostenlos bei ihr gewohnt und gegessen und dafür hat sie im Haus und Garten ein wenig geholfen.
Zu dritt sind wir dann als erstes zum "Farewell Spit" gefahren und haben dort eine Wanderung unternommen.
Das "Farewell Spitt" ist ein international bedeutsames Feucht- und Vogelschutzgebiet. Im Sommer tummeln sich hier Tausende von Watvögeln aus der arktischen Tundra. Der 26 km lange Strand wird von riesigen sichelförmigen Sanddünen gesäumt, von denen aus sich Ausblicke auf Landzunge, Golden Bay und - bei Ebbe - einen weitläufigen Salzwassersumpf bieten. Eine raue, der Natur überlassene und ungewöhnliche Landschaft. Lonely Planet
Hier wurde einem wieder die abwechslungsreiche Landschaft Neuseelands gegenwärtig. Auf dem Weg zur "Golden Bay" sind wir noch quer durch das Gebirge und die grünen Wälder gefahren und nun, in den Sanddünen, kam man sich fast wie in der Wüste vor.
Hier sind auch ein paar schöne und lustige Bilder entstanden. Die gibt es dann weiter unten zu sehen.
Nach unserem Spaziergang entlang des Strandes und über die Sanddünen des "Farewell Spit" sind wir weiter zum "Cape Farewell" gefahren und haben dort am Carpark erstmal einen kleinen Imbiss eingelegt.
Anschließend ging es weiter zum "Wharariki Beach". Der Strand bietet bizzare Dünenformationen und so einige Felsen, die vor der Küste trohnen. Auch wieder eine einmalige Landschaft...
Von dort aus sind wir wieder losgefahren und haben uns einen Platz zum übernachten gesucht. Den haben wir dann auch direkt am Strand gefunden. Durch die Ebbe war das Wasser zwar recht weit entfernt. Inken hatte die Ebbe aber gleich mal ausgenutzt und Muscheln gesammelt. Diese gab es dann unter anderem zum Dinner am Lagerfeuer.
Am nächsten Tag sind wir nach dem Frühstück ein Stück weiter die Küste der "Golden Bay" entlang gefahren und haben uns einen schönen Platz zum sonnenbaden gesucht. Ich glaube dort hatten wir ca. 15 km besten Sandstrand nur für uns. Da es an diesem Tag aber echt heiß war, haben wir es dort keine Ewigkeit ausgehalten und sind nach ca. einer Stunde weiter gefahren. Wären wir länger am Strand geblieben, wären wir wohl rot wie die Hummer geworden.
Von dort aus ging es dann weiter zu den "Te Waikoropupu" Springs.
Die schlicht "Pupu" genannten Frischwasserquellen sind die größten Neuseelands und angeblich die reinsten der Welt. Pro Sekunde werden rund 14.000 l Wasser durch unterirdische Öffnungen katapultiert, die über das Gebiet des Pupu Springs Reserve verstreut liegen. Darunter ist auch eine, durch die mit der großen Wassermenge auch "tanzender Sand" empor geschleudert wird. Lonely Planet
An den Springs haben wir gleich mal unsere Wasserflasche mit dem guten frischen Quellwasser aufgefüllt. Bei ca. 14.000 l Wasser pro Sekunde fielen die 1,5 l unserer Wasserflasche gar nicht auf. ;-)
Zum Abend hin sind wir dann noch zu Alice gefahren, da Inken noch einige Sachen von dort abholen musste. Alice wohnt mit ihrer Tochter in den Takaka Hills. Die Takaka Hills trennen die "Golden Bay" von der "Tasman Bay". Alice wohnt dort in einem einzeln stehendem Haus mitten in den Bergen mit einem traumhaften Blick auf den "Abel Tasman National Park" und die "Tasman Bay". Die einzigen Nachbarn sind ein paar Schafherden...
Alice hatte uns dann angeboten, dass wir mit unserem Van auf ihrem Grundstück übernachten können. Sie war wirklich super nett und hat zu uns gesagt, dass wir uns wie zu hause fühlen sollen. Wir konnten bei ihr unter anderem duschen, in der Küche kochen und in ihrem Wohnzimmer essen. Dass mit dem Duschen war übrigens mal wieder so richtig notwendig...
Am Morgen hatten wir noch eine sehr nette Unterhaltung mit ihr. Von ihrem Grundstück aus, haben wir morgens einen unbeschreiblichen Sonnenaufgang erleben können.
An diesem Tag haben wir uns nicht lange bei ihr aufhalten können, denn wir hatten noch Großes vor. Es stand nämlich ein one-day-track im "Abel Tasman National Park" vor uns.
Über diese Tagestour werde ich euch dann demnächst hier berichten.
Hier noch einige Bilder von der "Golden Bay", dem "Farewell Spit", "Cape Farewell", "Wharariki Beach" sowie den "Pupu Springs" und dem Sonnenaufgang von Alice Garten aus:
http://picasaweb.google.com/partytom007/UnterwegsInDerGoldenBay
Viele neuseeländische Grüße senden euch Tobi & Thomas
Unser Ziel für diesen Tag war das "Cape Farwell", der nördlichste Punkt der Südinsel. Als erstes haben wir aber in Takaka einen kleinen Stop eingelegt, um für die kommenden Tage Lebensmittel einzukaufen und unser Wasservorrat aufzufüllen.
Takaka ist einer der entspanntesten Orte Neuseelands und gleichzeitig Zentrum der Gegend an der Golden Bay. Auf dem Weg zum Nordwestkap der Südinsel ist er die letzte nennenswerte Siedlung. Im Sommer erwacht die lokale Gemeinde von "Woodstock-Kindern" und Künstlern so richtig zum Leben. Lonely Planet
Takaka ist sozusagen der absolute Hippie-Ort Neuseelands.
Inken haben wir in einem kleinen Ort, kurz vor dem "Farewell Spit" abgeholt. Sie hatte die Woche zuvor bei einer Neuseeländerin (Alice) gewooft. Also kostenlos bei ihr gewohnt und gegessen und dafür hat sie im Haus und Garten ein wenig geholfen.
Zu dritt sind wir dann als erstes zum "Farewell Spit" gefahren und haben dort eine Wanderung unternommen.
Das "Farewell Spitt" ist ein international bedeutsames Feucht- und Vogelschutzgebiet. Im Sommer tummeln sich hier Tausende von Watvögeln aus der arktischen Tundra. Der 26 km lange Strand wird von riesigen sichelförmigen Sanddünen gesäumt, von denen aus sich Ausblicke auf Landzunge, Golden Bay und - bei Ebbe - einen weitläufigen Salzwassersumpf bieten. Eine raue, der Natur überlassene und ungewöhnliche Landschaft. Lonely Planet
Hier wurde einem wieder die abwechslungsreiche Landschaft Neuseelands gegenwärtig. Auf dem Weg zur "Golden Bay" sind wir noch quer durch das Gebirge und die grünen Wälder gefahren und nun, in den Sanddünen, kam man sich fast wie in der Wüste vor.
Hier sind auch ein paar schöne und lustige Bilder entstanden. Die gibt es dann weiter unten zu sehen.
Nach unserem Spaziergang entlang des Strandes und über die Sanddünen des "Farewell Spit" sind wir weiter zum "Cape Farewell" gefahren und haben dort am Carpark erstmal einen kleinen Imbiss eingelegt.
Anschließend ging es weiter zum "Wharariki Beach". Der Strand bietet bizzare Dünenformationen und so einige Felsen, die vor der Küste trohnen. Auch wieder eine einmalige Landschaft...
Von dort aus sind wir wieder losgefahren und haben uns einen Platz zum übernachten gesucht. Den haben wir dann auch direkt am Strand gefunden. Durch die Ebbe war das Wasser zwar recht weit entfernt. Inken hatte die Ebbe aber gleich mal ausgenutzt und Muscheln gesammelt. Diese gab es dann unter anderem zum Dinner am Lagerfeuer.
Am nächsten Tag sind wir nach dem Frühstück ein Stück weiter die Küste der "Golden Bay" entlang gefahren und haben uns einen schönen Platz zum sonnenbaden gesucht. Ich glaube dort hatten wir ca. 15 km besten Sandstrand nur für uns. Da es an diesem Tag aber echt heiß war, haben wir es dort keine Ewigkeit ausgehalten und sind nach ca. einer Stunde weiter gefahren. Wären wir länger am Strand geblieben, wären wir wohl rot wie die Hummer geworden.
Von dort aus ging es dann weiter zu den "Te Waikoropupu" Springs.
Die schlicht "Pupu" genannten Frischwasserquellen sind die größten Neuseelands und angeblich die reinsten der Welt. Pro Sekunde werden rund 14.000 l Wasser durch unterirdische Öffnungen katapultiert, die über das Gebiet des Pupu Springs Reserve verstreut liegen. Darunter ist auch eine, durch die mit der großen Wassermenge auch "tanzender Sand" empor geschleudert wird. Lonely Planet
An den Springs haben wir gleich mal unsere Wasserflasche mit dem guten frischen Quellwasser aufgefüllt. Bei ca. 14.000 l Wasser pro Sekunde fielen die 1,5 l unserer Wasserflasche gar nicht auf. ;-)
Zum Abend hin sind wir dann noch zu Alice gefahren, da Inken noch einige Sachen von dort abholen musste. Alice wohnt mit ihrer Tochter in den Takaka Hills. Die Takaka Hills trennen die "Golden Bay" von der "Tasman Bay". Alice wohnt dort in einem einzeln stehendem Haus mitten in den Bergen mit einem traumhaften Blick auf den "Abel Tasman National Park" und die "Tasman Bay". Die einzigen Nachbarn sind ein paar Schafherden...
Alice hatte uns dann angeboten, dass wir mit unserem Van auf ihrem Grundstück übernachten können. Sie war wirklich super nett und hat zu uns gesagt, dass wir uns wie zu hause fühlen sollen. Wir konnten bei ihr unter anderem duschen, in der Küche kochen und in ihrem Wohnzimmer essen. Dass mit dem Duschen war übrigens mal wieder so richtig notwendig...
Am Morgen hatten wir noch eine sehr nette Unterhaltung mit ihr. Von ihrem Grundstück aus, haben wir morgens einen unbeschreiblichen Sonnenaufgang erleben können.
An diesem Tag haben wir uns nicht lange bei ihr aufhalten können, denn wir hatten noch Großes vor. Es stand nämlich ein one-day-track im "Abel Tasman National Park" vor uns.
Über diese Tagestour werde ich euch dann demnächst hier berichten.
Hier noch einige Bilder von der "Golden Bay", dem "Farewell Spit", "Cape Farewell", "Wharariki Beach" sowie den "Pupu Springs" und dem Sonnenaufgang von Alice Garten aus:
http://picasaweb.google.com/partytom007/UnterwegsInDerGoldenBay
Viele neuseeländische Grüße senden euch Tobi & Thomas
Dienstag, 7. April 2009
Sommerzeit - Winterzeit / Winterzeit - Sommerzeit
Bevor ich euch mit neuen Reiseberichten weiter unterhalte, wollte ich euch nur mal kurz über die aktuelle Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Neuseeland auf dem Laufenden halten.
Bei euch in Deutschland ist ja nun schon seit ner guten Woche Sommerzeit und bei uns endete letzten Sonntag die Sommerzeit. Hier in Neuseeland läuft halt alles anders... ;-)
Dadurch sind wir euch in den nächsten Monaten nun nur noch 10 Stunden voraus.
Ach so, ich hab dann hier mal noch zwei Fotos für euch. Auf dem Ersten könnt ihr sehen, was dabei raus kommt, wenn man zwei Wochen lang im Van durchs Land reicht und es sich keine Möglichkeit ergibt, sich zu rasieren. Das Zweite entstand dann eine halbe Stunde später, man sagte mir, dass ich plötzlich mindestens 5 Jahre jünger aussehe...
Liebe Grüße,
Thomas
Samstag, 4. April 2009
Unsere ersten Tage auf der Südinsel!
Ja, hiermit melde ich mich mal wieder zu Wort. Wir sind nun bereits schon fast 4 Wochen auf der Südinsel und haben wieder einmal eine Menge gesehen und erlebt.
Aber immer der Reihe nach....
Heute möchte ich euch erstmal von unseren ersten Tagen auf der Südinsel berichten. Ich hoffe mal, dass ich das alles noch halbwegs zusammen bekomme. Ich bin ja schließlich auch nicht mehr der Jüngste ;-)
Jedenfalls sind wir am Nachmittag des 10.03. in Picton auf der Südinsel angekommen. Picton ist sozusagen das Tor der Südinsel. Jeder, der mit der Fähre von der Nord- zur Südinsel fährt, kommt in Picton an.
An dem ersten Tag haben wir uns dort aber nicht lange aufgehalten, da wir uns lieber in der Nähe des Ortes ein schönen Platz zum übernachten gesucht haben, schließlich waren wir an diesem Tag ja schon recht lang unterwegs.
Picton liegt in den "Marlborough Sounds". Diese bieten viele schöne Buchten, Inseln, Bays und Wasserstraßen. Sie wurden von Meer geschaffen, das nach der Eiszeit die tiefen Täler überflutete. Lonely Planet
Wir sind von Picton, was im "Queen Charlotte Sound" liegt, aus die Straße einfach Richtung Osten gefahren und irgendwann im "Port Underwood" (dem "Nachbar-Sound") angekommen. Dort sind wir dann noch ca. 15 - 20 km eine unbefestigte Schotterstraße (von denen es hier wirklich mehr als genug gibt) lang gefahren und irgendwann in einer herrlichen Bucht angekommen, wo wir mit dem Van direkt an den beach fahren konnten. So hatten wir eine ganze Bucht, welche ringsum von bewaldeten Bergen umgeben war, für uns allein. Da hatte sich die kilometerlange Fahrt über die Schotterpiste doch mal wieder gelohnt...
Den nächsten Tag haben wir dann in der Bucht einfach noch ein wenig entspannt. Da sich dann aber die Sonne im Laufe des Vormittags langsam aber sicher verzogen hatte, sind wir gegen Mittag erst einmal nach Picton gefahren. Haben dort ein paar Wege erledigt und uns in der i-site informiert, denn den nächsten Tag wollten wir uns Mountainbikes ausleihen und den "Nydia Track" mit dem Rad bezwingen.
In der i-site hatte man uns gesagt, dass wir in Havelock, in dessen Nähe sich auch der "Nydia Track" befindet, Mountainbikes ausleihen können. Also haben wir uns auf den Weg nach Havelock gemacht. Wir haben den 36 km langen "Queen Charlotte Drive" gewählt, dieser war zwar sehr kurvenreich und unser Van hatte ganz schön zu tun die Steigungen zu überwinden, aber dafür hatte man super Ausblicke über den "Queen Charlotte Sound". Zwischendurch haben wir noch eine kleine Kaffeepause eingelegt und die Aussicht genossen.
Als wir dann in Havelock angekommen sind, haben wir uns bei der dortigen i-site nochmals wegen den Mountainbikes erkundigt und wie sich dann dort heraus stellte, war es doch gar nicht so einfach, wie uns die Dame in Picton erzählt hatte. Denn in Havelock selbst konnte man keine Mountainbikes ausleihen, sondern nur einfache Räder. Diese sind jedoch nicht für eine Tagestour auf dem "Nydia Track" geeignet. Und die nächsten Möglichkeiten, sich Mountainbikes auszuleihen, waren jeweils ca. 25 km entfernt. Hinzu kam noch, dass man den Track an einem Tag nur in einer Richtung abfahren kann, da er 27 km lang ist und durch ein recht schwieriges Gelände führt. Also benötigten wir noch eine Möglichkeit, vom Ende des Tracks wieder zum Anfang zu kommen. Dies wäre entweder mit einem Wasser-Taxi oder mit einem Bus möglich gewesen. Dass war dann aber doch alles ziemlich umständlich, da die Busse nur recht selten fahren, die Wassertaxis recht teuer und die Möglichkeiten, sich Mountainbikes auszuleihen, dazu noch so weit entfernt waren.
Also haben wir zusammen mit dem Mitarbeiter der i-site, der wirklich super nett und kompetent war, nach Alternativen gesucht. Er hatte uns dann empfohlen, dass wir als schöne Tagestour auch einen Teil des "Queen Charlotte Tracks" fahren können, da dort direkt auch die Möglichkeit besteht, sich MTB auszuleihen. Er hatte auch gleich bei dem Verleih angerufen und nachgefragt, ob für den darauf folgenden Tag noch Räder verfügbar waren. Da sich im Verleih für den nächsten Tag eine größere Gruppe angemeldet hatte, gab es dafür keine Garantie.
Dann kam uns die Idee Kajaks ausleihen und auf diese Weise den "Queen Charlotte Sound" zu erkunden.. Daraufhin hatte der Mitarbeiter der i-site uns einen Flyer von einer Lodge gegeben, die an ihre Gäste kostenlos Kajaks vermietet. Er sagte, dass wir dort auch nachfragen könnten, da die Übernachtung in der Lodge auch nicht teurer sein würde, als die Ausleihgebühr für die Kajaks.
Das hörte sich natürlich auch gut an, da wir für die nächste Nacht sowieso noch keinen Platz zum Übernachten hatten. Also sind wir von Havelock aus wieder ein Stück zurück Richtung Picton gefahren. Da der Verleihservice am "Queen Charlotte Track" eh schon geschlossen hatte, sind wir gleich zu der "Anakiwa Lodge" gefahren. Diese befindet sich direkt am Anfang des "Queen Charlotte Tracks".
Anfangs waren wir von dem Wort "Lodge" noch etwas abgeschreckt, weil uns das an unsere erste Unterkunft in Hastings erinnerte. Als wir in der "Farmhouse Lodge", außerhalb Hastings, gewohnt haben. Welche ja nur eine heruntergekommene "Schlafburg" für Picker und Packer war.
Aber die "Anakiwa Lodge" sah schon von außen super aus. Der Vermieter begrüßte uns gleich freundlich. Wie sich später herausstellte, hatten wir Glück noch 2 Betten zu bekommen. Die Lodge hatte insgesamt nur 10 Betten und in der ersten Nacht waren davon 9 belegt.
Der Vermieter machte mit uns einen kleinen Rundgang um stolz sein Anwesen zu zeigen. Die erst Ende 2007 eröffnet Lodge sah auch dem entsprechend gut aus.
Das war bis dahin wirklich die beste Unterkunft, die wir hatten. Als wir nachgefragten ob am nächsten Tag Kajaks zum Ausleihen zur Verfügung stünden, sagte er uns, dass sich bereits ein paar andere Gäste für den Vormittag angemeldet haben.
Mit den Worten "Don`t worry...it will work out... eyyyyy" vertröstete er uns auf den Nachmittag.
Am nächsten Tag haben wir erst den ersten Abschnitt den "Queen Charlotte Tracks" (welcher wohl auch der schönste Abschnitt sein soll) zu fuß bewältigt und Nachmittags "wörkte es auch out" und sind dann mit den Kajaks durch den Sound gefahren. Was eigentlich auch die beste Kombination für diesen Tag gewesen ist, da es am Vormittag noch bewölkt und frisch war. Nachmittags sind wir dann bei Sonnenschein mit den Kajaks unterwegs gewesen.
Die Gegend hat mir echt gefallen. Das azurblaue Wasser und dazu im Kontrast die grünen Berge...
Ja, letzendlich hat es uns in der Lodge so gut gefallen, dass wir dort gleich zwei Nächte übernachteten. Wir haben noch zwei einheimische Ehepaare kennen gelernt. Diese kamen von der Nordinsel und haben auf der Südinsel gerade ihren Urlaub verbracht. Mit ihnen kamen wir recht schnell ins Gespräch und Susi hat uns gleich mal ihre Adresse, Telefonnummer und E-mail gegeben. Sie sagte, dass wir uns ruhig melden könnten bevor wir wieder auf die Nordinsel fahren. Wir könnten sie dann gern besuchen kommen und mit ihrem Mann und den beiden Söhnen fischen, Wasserski oder Wakeboard fahren. Ja, wieder einmal echt nette Kiwis kennen gelernt.
Wir haben uns mit ihr auch darüber unterhalten, dass wir demnächst hier auf der Südinsel auf Jobsuche gehen werden und sie hat uns viele Internet-adressen genannt, bei denen wir unser Glück doch ruhig versuchen sollen.
Nach den zwei Nächten in der Lodge sind wir dann weiter Richtung Nelson gefahren. Nelson ist eines der Haupreiseziele in Neuseeland - auch für Kiwis. Das haben wir auch sofort gemerkt, als wir ein wenig durch das city centre geschlendert sind. Hier gab es sogar mal kleine Cafe’s, in denen man sich auf die sonnige Terrasse setzen und seinen Kaffe trinken konnte. Das ist hier in Neuseeland nämlich eher eine Seltenheit...
In Nelson haben wir dann noch die Registrierung unseres Autos verlängert. Das ging auch wieder völlig unkompliziert. Einfach in ein Post-office rein, ein Formular (eine A4-Seite) ausfüllen, ca. 58 $ bezahlen und innerhalb von 5 Minuten hatten wir die Registrierung für ein viertel Jahr verlängert.
Von Nelson aus sind wir dann weiter Richtung Norden, bis zum Beginn des "Abel Tasman National Park" gefahren. Dort haben wir uns einen Platz zum übernachten gesucht, was mal gar nicht so einfach war. Da diese Gegend touristisch sehr erschlossen ist, konnte man dort leider nicht überall, wo man wollte, direkt am Strand übernachten. Nachdem wir eine ganze Weile gesucht hatten, haben wir dann schließlich doch noch etwas gefunden.
Eigentlich wollten wir dann gleich den nächsten Tag im "Abel Tasman National Park" wandern gehen, aber zum einen war das Wetter recht durchwachsen und wir hatten auch noch nicht so recht einen Plan, welchen Stück des Tracks wir gehen wollten. Der gesamte Track dauert nämlich 4 Tage und das war uns dann doch ein wenig zu viel. Also sind wir dann erstmal zur nächsten i-site gefahren und haben uns dort zum einen über den "Abel-Tasman-Track", die "Golden Bay", andere Sehenswürdigkeiten in der Gegend und den Wetterbericht für die nächsten Tage erkundigt.
Für die kommenden Tage wurde bestes Wetter vorausgesagt. Somit haben wir uns dann dazu entschlossen, an diesem Tag ein paar Höhlen in der Gegend anzuschauen (somit hatten wir dann auch gleich das trübe Wetter überbrückt). Anschließend wollten wir dann die "Golden Bay" unsicher machen, bis zum nördlichsten Punkt der Südinsel, dem "Cape Farewell", vorstoßen und im Anschluss daran eine Tagestour im "Abel-Tasman National Park" unternehmen.
Somit war der grobe Plan für die nächsten Tage gestrickt und es konnte los gehen.
Als erstes sind wir zu dem "Harwood’s Hole" gefahren.
Das Loch ist 400 m tief, 70 m breit und hat einen Höhenunterschied von 183 m. Wenn man sich dem Höhleneingang nähert, sollte man Vorsicht walten lassen - Es kam bereits zu Unfällen. Nur sehr erfahrene Höhlenkundler sollten in die Höhle selbst vorstoßen. Die Umgebung hier war übrigens der Chetwood Forest in den "Herr der Ringe"-Filmen. Lonely Planet
Der Weg dorthin führte mal wieder kilometerlang über Schotterpiste, zum Glück ist unser Van ja mehr oder weniger geländetauglich.
Der Wald und die Höhle sahen wirklich toll aus. In der Nähe der Höhle war auch noch ein schöner Lookout, von hier aus konnte man die Aussicht über die Berge bis hin zur "Golden Bay" genießen.
Anschließend ging es weiter Richtung "Golden Bay" hier haben wir uns in der Nähe von Takaka die "Rawhiti Cave", eine Tropfsteinhöhle, angeschaut. Der Weg vom Parkplatz dorthin führte erst an dem Flussbett eines ausgetrockneten Flusses entlang und dann steil bergauf durch den Wald. Auch wieder eine sehr schöne Landschaft und eine schöne Tropfsteinhöle...
Ja, das waren also unsere ersten Tage auf der Südinsel. Wie es dann in der "Golden Bay" weiterging ist dann eine andere Geschichte...
Hier kommen erst einmal ein paar Bilder für euch. Viel Spaß:
http://picasaweb.google.com/partytom007/UnsereErstenTageAufDerSudinsel
LG aus NZ Tobi & Tom
Aber immer der Reihe nach....
Heute möchte ich euch erstmal von unseren ersten Tagen auf der Südinsel berichten. Ich hoffe mal, dass ich das alles noch halbwegs zusammen bekomme. Ich bin ja schließlich auch nicht mehr der Jüngste ;-)
Jedenfalls sind wir am Nachmittag des 10.03. in Picton auf der Südinsel angekommen. Picton ist sozusagen das Tor der Südinsel. Jeder, der mit der Fähre von der Nord- zur Südinsel fährt, kommt in Picton an.
An dem ersten Tag haben wir uns dort aber nicht lange aufgehalten, da wir uns lieber in der Nähe des Ortes ein schönen Platz zum übernachten gesucht haben, schließlich waren wir an diesem Tag ja schon recht lang unterwegs.
Picton liegt in den "Marlborough Sounds". Diese bieten viele schöne Buchten, Inseln, Bays und Wasserstraßen. Sie wurden von Meer geschaffen, das nach der Eiszeit die tiefen Täler überflutete. Lonely Planet
Wir sind von Picton, was im "Queen Charlotte Sound" liegt, aus die Straße einfach Richtung Osten gefahren und irgendwann im "Port Underwood" (dem "Nachbar-Sound") angekommen. Dort sind wir dann noch ca. 15 - 20 km eine unbefestigte Schotterstraße (von denen es hier wirklich mehr als genug gibt) lang gefahren und irgendwann in einer herrlichen Bucht angekommen, wo wir mit dem Van direkt an den beach fahren konnten. So hatten wir eine ganze Bucht, welche ringsum von bewaldeten Bergen umgeben war, für uns allein. Da hatte sich die kilometerlange Fahrt über die Schotterpiste doch mal wieder gelohnt...
Den nächsten Tag haben wir dann in der Bucht einfach noch ein wenig entspannt. Da sich dann aber die Sonne im Laufe des Vormittags langsam aber sicher verzogen hatte, sind wir gegen Mittag erst einmal nach Picton gefahren. Haben dort ein paar Wege erledigt und uns in der i-site informiert, denn den nächsten Tag wollten wir uns Mountainbikes ausleihen und den "Nydia Track" mit dem Rad bezwingen.
In der i-site hatte man uns gesagt, dass wir in Havelock, in dessen Nähe sich auch der "Nydia Track" befindet, Mountainbikes ausleihen können. Also haben wir uns auf den Weg nach Havelock gemacht. Wir haben den 36 km langen "Queen Charlotte Drive" gewählt, dieser war zwar sehr kurvenreich und unser Van hatte ganz schön zu tun die Steigungen zu überwinden, aber dafür hatte man super Ausblicke über den "Queen Charlotte Sound". Zwischendurch haben wir noch eine kleine Kaffeepause eingelegt und die Aussicht genossen.
Als wir dann in Havelock angekommen sind, haben wir uns bei der dortigen i-site nochmals wegen den Mountainbikes erkundigt und wie sich dann dort heraus stellte, war es doch gar nicht so einfach, wie uns die Dame in Picton erzählt hatte. Denn in Havelock selbst konnte man keine Mountainbikes ausleihen, sondern nur einfache Räder. Diese sind jedoch nicht für eine Tagestour auf dem "Nydia Track" geeignet. Und die nächsten Möglichkeiten, sich Mountainbikes auszuleihen, waren jeweils ca. 25 km entfernt. Hinzu kam noch, dass man den Track an einem Tag nur in einer Richtung abfahren kann, da er 27 km lang ist und durch ein recht schwieriges Gelände führt. Also benötigten wir noch eine Möglichkeit, vom Ende des Tracks wieder zum Anfang zu kommen. Dies wäre entweder mit einem Wasser-Taxi oder mit einem Bus möglich gewesen. Dass war dann aber doch alles ziemlich umständlich, da die Busse nur recht selten fahren, die Wassertaxis recht teuer und die Möglichkeiten, sich Mountainbikes auszuleihen, dazu noch so weit entfernt waren.
Also haben wir zusammen mit dem Mitarbeiter der i-site, der wirklich super nett und kompetent war, nach Alternativen gesucht. Er hatte uns dann empfohlen, dass wir als schöne Tagestour auch einen Teil des "Queen Charlotte Tracks" fahren können, da dort direkt auch die Möglichkeit besteht, sich MTB auszuleihen. Er hatte auch gleich bei dem Verleih angerufen und nachgefragt, ob für den darauf folgenden Tag noch Räder verfügbar waren. Da sich im Verleih für den nächsten Tag eine größere Gruppe angemeldet hatte, gab es dafür keine Garantie.
Dann kam uns die Idee Kajaks ausleihen und auf diese Weise den "Queen Charlotte Sound" zu erkunden.. Daraufhin hatte der Mitarbeiter der i-site uns einen Flyer von einer Lodge gegeben, die an ihre Gäste kostenlos Kajaks vermietet. Er sagte, dass wir dort auch nachfragen könnten, da die Übernachtung in der Lodge auch nicht teurer sein würde, als die Ausleihgebühr für die Kajaks.
Das hörte sich natürlich auch gut an, da wir für die nächste Nacht sowieso noch keinen Platz zum Übernachten hatten. Also sind wir von Havelock aus wieder ein Stück zurück Richtung Picton gefahren. Da der Verleihservice am "Queen Charlotte Track" eh schon geschlossen hatte, sind wir gleich zu der "Anakiwa Lodge" gefahren. Diese befindet sich direkt am Anfang des "Queen Charlotte Tracks".
Anfangs waren wir von dem Wort "Lodge" noch etwas abgeschreckt, weil uns das an unsere erste Unterkunft in Hastings erinnerte. Als wir in der "Farmhouse Lodge", außerhalb Hastings, gewohnt haben. Welche ja nur eine heruntergekommene "Schlafburg" für Picker und Packer war.
Aber die "Anakiwa Lodge" sah schon von außen super aus. Der Vermieter begrüßte uns gleich freundlich. Wie sich später herausstellte, hatten wir Glück noch 2 Betten zu bekommen. Die Lodge hatte insgesamt nur 10 Betten und in der ersten Nacht waren davon 9 belegt.
Der Vermieter machte mit uns einen kleinen Rundgang um stolz sein Anwesen zu zeigen. Die erst Ende 2007 eröffnet Lodge sah auch dem entsprechend gut aus.
Das war bis dahin wirklich die beste Unterkunft, die wir hatten. Als wir nachgefragten ob am nächsten Tag Kajaks zum Ausleihen zur Verfügung stünden, sagte er uns, dass sich bereits ein paar andere Gäste für den Vormittag angemeldet haben.
Mit den Worten "Don`t worry...it will work out... eyyyyy" vertröstete er uns auf den Nachmittag.
Am nächsten Tag haben wir erst den ersten Abschnitt den "Queen Charlotte Tracks" (welcher wohl auch der schönste Abschnitt sein soll) zu fuß bewältigt und Nachmittags "wörkte es auch out" und sind dann mit den Kajaks durch den Sound gefahren. Was eigentlich auch die beste Kombination für diesen Tag gewesen ist, da es am Vormittag noch bewölkt und frisch war. Nachmittags sind wir dann bei Sonnenschein mit den Kajaks unterwegs gewesen.
Die Gegend hat mir echt gefallen. Das azurblaue Wasser und dazu im Kontrast die grünen Berge...
Ja, letzendlich hat es uns in der Lodge so gut gefallen, dass wir dort gleich zwei Nächte übernachteten. Wir haben noch zwei einheimische Ehepaare kennen gelernt. Diese kamen von der Nordinsel und haben auf der Südinsel gerade ihren Urlaub verbracht. Mit ihnen kamen wir recht schnell ins Gespräch und Susi hat uns gleich mal ihre Adresse, Telefonnummer und E-mail gegeben. Sie sagte, dass wir uns ruhig melden könnten bevor wir wieder auf die Nordinsel fahren. Wir könnten sie dann gern besuchen kommen und mit ihrem Mann und den beiden Söhnen fischen, Wasserski oder Wakeboard fahren. Ja, wieder einmal echt nette Kiwis kennen gelernt.
Wir haben uns mit ihr auch darüber unterhalten, dass wir demnächst hier auf der Südinsel auf Jobsuche gehen werden und sie hat uns viele Internet-adressen genannt, bei denen wir unser Glück doch ruhig versuchen sollen.
Nach den zwei Nächten in der Lodge sind wir dann weiter Richtung Nelson gefahren. Nelson ist eines der Haupreiseziele in Neuseeland - auch für Kiwis. Das haben wir auch sofort gemerkt, als wir ein wenig durch das city centre geschlendert sind. Hier gab es sogar mal kleine Cafe’s, in denen man sich auf die sonnige Terrasse setzen und seinen Kaffe trinken konnte. Das ist hier in Neuseeland nämlich eher eine Seltenheit...
In Nelson haben wir dann noch die Registrierung unseres Autos verlängert. Das ging auch wieder völlig unkompliziert. Einfach in ein Post-office rein, ein Formular (eine A4-Seite) ausfüllen, ca. 58 $ bezahlen und innerhalb von 5 Minuten hatten wir die Registrierung für ein viertel Jahr verlängert.
Von Nelson aus sind wir dann weiter Richtung Norden, bis zum Beginn des "Abel Tasman National Park" gefahren. Dort haben wir uns einen Platz zum übernachten gesucht, was mal gar nicht so einfach war. Da diese Gegend touristisch sehr erschlossen ist, konnte man dort leider nicht überall, wo man wollte, direkt am Strand übernachten. Nachdem wir eine ganze Weile gesucht hatten, haben wir dann schließlich doch noch etwas gefunden.
Eigentlich wollten wir dann gleich den nächsten Tag im "Abel Tasman National Park" wandern gehen, aber zum einen war das Wetter recht durchwachsen und wir hatten auch noch nicht so recht einen Plan, welchen Stück des Tracks wir gehen wollten. Der gesamte Track dauert nämlich 4 Tage und das war uns dann doch ein wenig zu viel. Also sind wir dann erstmal zur nächsten i-site gefahren und haben uns dort zum einen über den "Abel-Tasman-Track", die "Golden Bay", andere Sehenswürdigkeiten in der Gegend und den Wetterbericht für die nächsten Tage erkundigt.
Für die kommenden Tage wurde bestes Wetter vorausgesagt. Somit haben wir uns dann dazu entschlossen, an diesem Tag ein paar Höhlen in der Gegend anzuschauen (somit hatten wir dann auch gleich das trübe Wetter überbrückt). Anschließend wollten wir dann die "Golden Bay" unsicher machen, bis zum nördlichsten Punkt der Südinsel, dem "Cape Farewell", vorstoßen und im Anschluss daran eine Tagestour im "Abel-Tasman National Park" unternehmen.
Somit war der grobe Plan für die nächsten Tage gestrickt und es konnte los gehen.
Als erstes sind wir zu dem "Harwood’s Hole" gefahren.
Das Loch ist 400 m tief, 70 m breit und hat einen Höhenunterschied von 183 m. Wenn man sich dem Höhleneingang nähert, sollte man Vorsicht walten lassen - Es kam bereits zu Unfällen. Nur sehr erfahrene Höhlenkundler sollten in die Höhle selbst vorstoßen. Die Umgebung hier war übrigens der Chetwood Forest in den "Herr der Ringe"-Filmen. Lonely Planet
Der Weg dorthin führte mal wieder kilometerlang über Schotterpiste, zum Glück ist unser Van ja mehr oder weniger geländetauglich.
Der Wald und die Höhle sahen wirklich toll aus. In der Nähe der Höhle war auch noch ein schöner Lookout, von hier aus konnte man die Aussicht über die Berge bis hin zur "Golden Bay" genießen.
Anschließend ging es weiter Richtung "Golden Bay" hier haben wir uns in der Nähe von Takaka die "Rawhiti Cave", eine Tropfsteinhöhle, angeschaut. Der Weg vom Parkplatz dorthin führte erst an dem Flussbett eines ausgetrockneten Flusses entlang und dann steil bergauf durch den Wald. Auch wieder eine sehr schöne Landschaft und eine schöne Tropfsteinhöle...
Ja, das waren also unsere ersten Tage auf der Südinsel. Wie es dann in der "Golden Bay" weiterging ist dann eine andere Geschichte...
Hier kommen erst einmal ein paar Bilder für euch. Viel Spaß:
http://picasaweb.google.com/partytom007/UnsereErstenTageAufDerSudinsel
LG aus NZ Tobi & Tom
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