Mittwoch, 15. April 2009

unterwegs in der "Golden Bay"

Nachdem wir den Tag mit trüben Wetter mit den Erkundungen der Höhlen überbrückt haben, ging es am nächsten Tag bei bestem Wetter auf in die "Golden Bay". Ein paar Tage zuvor haben wir mit Inken per sms Kontakt aufgenommen. Inken kennen wir aus unserer Zeit in Rotorua. Sie wohnte und arbeitete in dem Hostel, in dem wir auch wohnten. Wir wussten, dass sie ein oder zwei Wochen zuvor in die "Golden Bay" wollte. Sie war jedenfalls immer noch dort. So haben wir uns kurzer Hand verabredet und wollten dann die nächsten Tage zusammen den Norden der Südinsel erkunden.

Unser Ziel für diesen Tag war das "Cape Farwell", der nördlichste Punkt der Südinsel. Als erstes haben wir aber in Takaka einen kleinen Stop eingelegt, um für die kommenden Tage Lebensmittel einzukaufen und unser Wasservorrat aufzufüllen.

Takaka ist einer der entspanntesten Orte Neuseelands und gleichzeitig Zentrum der Gegend an der Golden Bay. Auf dem Weg zum Nordwestkap der Südinsel ist er die letzte nennenswerte Siedlung. Im Sommer erwacht die lokale Gemeinde von "Woodstock-Kindern" und Künstlern so richtig zum Leben. Lonely Planet

Takaka ist sozusagen der absolute Hippie-Ort Neuseelands.

Inken haben wir in einem kleinen Ort, kurz vor dem "Farewell Spit" abgeholt. Sie hatte die Woche zuvor bei einer Neuseeländerin (Alice) gewooft. Also kostenlos bei ihr gewohnt und gegessen und dafür hat sie im Haus und Garten ein wenig geholfen.

Zu dritt sind wir dann als erstes zum "Farewell Spit" gefahren und haben dort eine Wanderung unternommen.

Das "Farewell Spitt" ist ein international bedeutsames Feucht- und Vogelschutzgebiet. Im Sommer tummeln sich hier Tausende von Watvögeln aus der arktischen Tundra. Der 26 km lange Strand wird von riesigen sichelförmigen Sanddünen gesäumt, von denen aus sich Ausblicke auf Landzunge, Golden Bay und - bei Ebbe - einen weitläufigen Salzwassersumpf bieten. Eine raue, der Natur überlassene und ungewöhnliche Landschaft. Lonely Planet

Hier wurde einem wieder die abwechslungsreiche Landschaft Neuseelands gegenwärtig. Auf dem Weg zur "Golden Bay" sind wir noch quer durch das Gebirge und die grünen Wälder gefahren und nun, in den Sanddünen, kam man sich fast wie in der Wüste vor.

Hier sind auch ein paar schöne und lustige Bilder entstanden. Die gibt es dann weiter unten zu sehen.

Nach unserem Spaziergang entlang des Strandes und über die Sanddünen des "Farewell Spit" sind wir weiter zum "Cape Farewell" gefahren und haben dort am Carpark erstmal einen kleinen Imbiss eingelegt.

Anschließend ging es weiter zum "Wharariki Beach". Der Strand bietet bizzare Dünenformationen und so einige Felsen, die vor der Küste trohnen. Auch wieder eine einmalige Landschaft...

Von dort aus sind wir wieder losgefahren und haben uns einen Platz zum übernachten gesucht. Den haben wir dann auch direkt am Strand gefunden. Durch die Ebbe war das Wasser zwar recht weit entfernt. Inken hatte die Ebbe aber gleich mal ausgenutzt und Muscheln gesammelt. Diese gab es dann unter anderem zum Dinner am Lagerfeuer.

Am nächsten Tag sind wir nach dem Frühstück ein Stück weiter die Küste der "Golden Bay" entlang gefahren und haben uns einen schönen Platz zum sonnenbaden gesucht. Ich glaube dort hatten wir ca. 15 km besten Sandstrand nur für uns. Da es an diesem Tag aber echt heiß war, haben wir es dort keine Ewigkeit ausgehalten und sind nach ca. einer Stunde weiter gefahren. Wären wir länger am Strand geblieben, wären wir wohl rot wie die Hummer geworden.

Von dort aus ging es dann weiter zu den "Te Waikoropupu" Springs.

Die schlicht "Pupu" genannten Frischwasserquellen sind die größten Neuseelands und angeblich die reinsten der Welt. Pro Sekunde werden rund 14.000 l Wasser durch unterirdische Öffnungen katapultiert, die über das Gebiet des Pupu Springs Reserve verstreut liegen. Darunter ist auch eine, durch die mit der großen Wassermenge auch "tanzender Sand" empor geschleudert wird. Lonely Planet

An den Springs haben wir gleich mal unsere Wasserflasche mit dem guten frischen Quellwasser aufgefüllt. Bei ca. 14.000 l Wasser pro Sekunde fielen die 1,5 l unserer Wasserflasche gar nicht auf. ;-)

Zum Abend hin sind wir dann noch zu Alice gefahren, da Inken noch einige Sachen von dort abholen musste. Alice wohnt mit ihrer Tochter in den Takaka Hills. Die Takaka Hills trennen die "Golden Bay" von der "Tasman Bay". Alice wohnt dort in einem einzeln stehendem Haus mitten in den Bergen mit einem traumhaften Blick auf den "Abel Tasman National Park" und die "Tasman Bay". Die einzigen Nachbarn sind ein paar Schafherden...

Alice hatte uns dann angeboten, dass wir mit unserem Van auf ihrem Grundstück übernachten können. Sie war wirklich super nett und hat zu uns gesagt, dass wir uns wie zu hause fühlen sollen. Wir konnten bei ihr unter anderem duschen, in der Küche kochen und in ihrem Wohnzimmer essen. Dass mit dem Duschen war übrigens mal wieder so richtig notwendig...

Am Morgen hatten wir noch eine sehr nette Unterhaltung mit ihr. Von ihrem Grundstück aus, haben wir morgens einen unbeschreiblichen Sonnenaufgang erleben können.

An diesem Tag haben wir uns nicht lange bei ihr aufhalten können, denn wir hatten noch Großes vor. Es stand nämlich ein one-day-track im "Abel Tasman National Park" vor uns.

Über diese Tagestour werde ich euch dann demnächst hier berichten.

Hier noch einige Bilder von der "Golden Bay", dem "Farewell Spit", "Cape Farewell", "Wharariki Beach" sowie den "Pupu Springs" und dem Sonnenaufgang von Alice Garten aus:

http://picasaweb.google.com/partytom007/UnterwegsInDerGoldenBay


Viele neuseeländische Grüße senden euch Tobi & Thomas

3 Kommentare:

Tom hat gesagt…

Ich habe mal nebenbei noch ein paar Veränderungen am blog vorgenommen:

1. oben rechts befindet sich nun eine Weltuhr, mit den aktuellen Uhrzeiten von D und NZ.

2. auf der Rechten Seite weiter untten habe ich einen Besucherzähler eingefügt. Das hätte ich mal gleich von Anfang an machen sollen...

3. rechts unten läuft nun nebenbei noch eine Diaschow von dem neuesten Fotoalbum.

Ich wünsch euch weiterhin viel Spaß beim lesen.

LG Thomas

Dine hat gesagt…

Hallo Ihr Beiden!!

na alles wie immer mal wieder sehr schön...wachsen da in dem einen see unter wasser bäume oder wie? und sage mal tobi...is dir auf dem einen bild etwa die "hose geplatzt" ? sieht jedenfalls so aus...lustig!!
mein lieber champ...aber der bart steht dir och jut (da muß ich der anni mal recht geben, weeßte ja, fanden wir immer schön ;-) )
aber ohne is och jut...
ach und die dünen und strände und die tollen felsen mitten im meer mit den großen "toren" drin...herrlich!
wie warm/kalt is´es denn jetzt bei euch?
also bis bald ihr zwei beide...
hübsche tage noch im april
liebe grüße aus stade von dine & co

Tom hat gesagt…

jupp, tobi seine Hose hat den mega sprung nicht so recht verkraftet ;-)

Bei uns ist nun so gaaaaanz langsam der Herbst eingezogen. Zur Zeit sind haben wir tagsüber herrlichen Sonnenschein, aber nur noch 13°C oder so. Aber am Sonntag sollen es 25 °C werden. Doch noch mal t-shirt-Wetter...