Nach dem wir uns am frühen Morgen nur ganz schwer von dem herrlichen Ausblick von Alice’s Grundstück trennen konnten, sind wir nach Marahau gefahren. Denn wir wollten an diesem Tag den "Abel Tasman Coastal Track" im "Abel Tasman National Park" in Angriff nehmen.
Neuseelands kleinster Nationalpark wurde 1942, genau 300 Jahre nach Abel Tasmans Landung, eingerichtet und dem Entdecker zu Ehren benannt. Unter den Besuchern des Parks ist besonders der 51 km lange Küsten-Wanderweg (Abel Tasman Coastal Track) beliebt. www.wikipedia.org
Ja, und von diesem schönen Küstenwanderweg sind wir an diesem Tag ein Teilstück gegangen.
In Marahau haben wir ein Wassertaxi gebucht und mit dem Wasssertaxi sind wir erstmal ne knappe Stunde übers Meer gedüst.
Als erstes ging es zum "Split Apple Rock", anschließend zur "Adele Island". Auf dieser Insel hat sich eine Seehundkolonie angesiedelt, dort waren aber nur wenige zu Seehunde zu sehen. Weiterhin sind wir noch an einer Bucht vorbei gefahren, in denen sogar einige wenige Häuser standen. Dies sind die einzigen privaten Häuser im National Park. Die Eigentümer hatten die Grundstücke erworben, bevor der National Park 1942 gegründet wurde. Ja, ich würde mal sagen, die haben es richtig gemacht. Die Grundstücke sind wohl so einige Millionen wert...
In der Bark Bay sind wir dann aus dem Wassertaxi ausgestiegen und hatten einen ca. 7 stündigen Fußmarsch zurück nach Marahau vor uns.
Der Track führte an einer herrlichen Küstenlandschaft entlang. Bei dieser Landschaft, zusammen mit dem sommerlichen Wetter, kam man sich fast wie in der Karibik vor.
Aber schaut selbst, ich denke die Bilder sprechen für sich:
http://picasaweb.google.com/partytom007/AbelTasmanNationalPark
Gegen 18 Uhr hatten wir den Track beendet und haben anschließend einen Platz zum übernachten gesucht. Da wir einige Tage zuvor bereits in der Gegend übernachtet haben, wussten wir ja schon, dass es dort nicht ganz so unkompliziert ist, einen Platz zu finden, da diese Gegend touristisch sehr gut erschlossen ist und man nicht einfach so am Strand übernachten kann.
So sind wir die Landstraße erst einige Kilometer zurück gefahren und irgendwann kam auf der linken Seite ein Abzweig, an dem ein Schild stand, dass dort Land zu verkaufen ist. Wir haben es dann einfach mal versucht, sind dort abgebogen und wollten mal schauen, wo wir so landen. Es ging dann ein Stück bergauf und schon bot sich uns ein schönes Plätzchen für unseren Van und das Zelt von Inken, direkt am Waldesrand.
Als wir aus dem Auto ausgestiegen sind, haben wir dann Kinderstimmen gehört und gesehen, dass der Weg noch ein Stück weiter hoch ging und dort ein Haus mitten im Wald stand. Da haben wir uns dann gedacht, dass wir dort doch am besten mal einfach fragen, ob wir eine Nacht an diesem Platz übernachten können. So sind Inken und ich dann den Weg noch weiter hoch zu dem Haus gegangen und dort bot sich uns folgende Scene, die mal wieder typisch für Neuseeland war:
Als wir am Haus ankamen, ist gerade ein Quad um das Haus gefahren. Auf dem Quad saß eine Mutter mit ihren zwei Kindern. Der Sohn (vielleicht 5 Jahre alt) hat das Quad gefahren und Mutter und Tochter saßen hinten drauf. Wie wir so vor dem Haus standen, ging ein Fenster im Obergeschoss auf und der Vater stand am Fenster und begrüßte uns mit einem freundlich "Hi, how are you".
Wir haben ihn dann gefragt, ob es in Ordnung ist, wenn wir dort unten auf dem freien Platz neben dem Weg mit unseren Van übernachten. Er sagte "Yes, that’s perfect." Er zeigte dann auch noch auf die Wiese, direkt vor dem Haus, und sagte, dass wir uns auch gern dort hinstellen können. Das konnten wir dann aber auch schon wieder kaum verstehen, weil der Rest der Familie gerade wieder mit dem Quad vorbei kamen und die nächste Runde ums Haus gedreht haben, aber nicht ohne uns freundlich zu zu winken.
Wir haben uns dann freundlich bedankt und verabschiedet und sind wieder runter zum Van gegangen und haben erst mal Inkens Zelt aufgebaut.
Einige Minuten später kam die Familie dann noch kurz mit dem Quad runter und hat eine Runde vor unserem Platz gedreht und freundlich zugewunken.
Echt freundlich die Kiwis.
Soweit erstmal für heute.
Viele liebe Grüße aus Neuseeland
sendet euch Thomas
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2 Kommentare:
WOW Jungs, ihr habt da wirklich einen schönen Flecken Erde gefunden.....
Mein Neid ist euch sicher!!!
Freut mich, dass ihr noch ein paar Tage schönes Wetter habt genießen können. Demnächst fängt bei euch ja der Winter an, wie ich es verstanden habe. Also warm anziehen und nicht erkälten, damit es keine Schweingrippe gibt. :-)
Bei uns ist der "Sommer" im vollem Gange und es grünt und blüht überall. Heute feiern wir den Tag der Arbeit und lassen diese ruhn. Wir werden uns später alle im Stadtpark treffen und mit unseren mit roten Nelken bestückten "kurzen Hosen" demonstrativ in die Sonne legen. Jedesmal wenn wir bei uns den Grill "anschmeißen" sind 2 Plätze frei und wir stoßen auch immer kräftig auf euch an!!!
Vielleicht schaffen wir es ja die Tage mal wieder zu telefonieren bzw. zu skypen. Es gibt viel neues zu erzählen....
LG euer Freund, der Siebi
Lieber Tom,
ich bin mal wieder so begeistert und hin und weg...voll die Wundertüte,aber man glaubt es kaum wie unglaublich freundlich die Kiwis sind.Die Bilder sprechen wieder einmal für sich...
Liebe Grüsse von Drea
PS:ich lese gerade etwas zeitverzögert,da es bei uns so was von turbulent war...aber nun hol ich wieder auf :O)
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