Sonntag, 27. September 2009

Samoa - 04. - 12. 09.2009

Wie im letzten blog berichtet, habe ich mir mal eine Woche Urlaub vom Urlaub gegönnt.

Am 04.09. ging es mit dem Flieger ab nach Samoa und ich kann euch sagen, es war eine super Woche.


Ich möchte dieses Mal eigentlich gar nicht so viel schreiben, mal sehen ob es mir gelingt ;-)


Mein Plan war es, mir gleich am Airport ein Auto auszuleihen und dann von Upolu mit der Fähre nach Savaii über zu setzen und dort die Insel zu erkunden.


Als ich Freitag früh um kurz nach 5 Uhr auf dem Airport gelandet bin, musste ich erstmal gleich fest stellen, dass die Zeit auf Samoa einfach ein bisschen anders tickt... Auf dem Airport gab es nur eine Autovermietung und die hatte leider noch geschlossen und als ich ein paar Leute auf dem Airport gefragt habe, ab wann die Autovermietung öffnet, habe ich von allen Seiten andere Antworten bekommen. In einer, zwei oder drei Stunden, oder auch garnicht....


So habe ich dann meinen groben Plan erstmal über den Haufen geworfen und bin mit dem Taxi nach Apia, der Hauptstadt, reingefahren und habe mir dort ein Auto gemietet.
Das hatte aber auf der anderen Seite auch wieder was Gutes, denn so habe ich einen großen Festumzug mitbekommen, der an diesem Tag in Apia stattfand.


Das Erste, was mir aufgefallen ist, nachdem ich den Airport verlassen habe, war ein großes Schild über der Straße auf dem Stand "Get ready for the road switch, keep left all times, 7th September 2009". Ich habe echt erst gedacht, da macht jemand einen Scherz mit mir. Aber nein, es war wirklich so, am 7. September wurde der Verkehr von Rechtsverkehr auf Linksverkehr gewechselt und ich mitten drin, aber das erlebt man halt auch nicht alle Tage...


Bei der Autovermietung konnte ich mir dann sogar aussuchen, ob ich ein Auto mit dem Steuer auf der linken oder auf der rechten Seite haben möchte. Um ein wenig Heimatgefühl zu bekommen habe ich mich für das Steuer auf der linken Seite entschieden und konnte dann wenigstens 3 Tage lang wie in Deutschland Auto fahren.


Am Montag und Dienstag (7. und 8. September) war dann in ganz Samoa auch Feiertag, damit die Einheimischen sich an den Linksverkehr gewöhnen können.


Ich habe die erste Nacht in Apia übernachtet und bin am Samstag mit der Fähre nach Savaii übergesetzt. Ich habe jede Nacht in einem typischen samoan fale übernachtet (eine einfache Hütte mit Strohdach und Außenwände aus Strohmatten). Mehr brauchte man dort aber auch nicht, da es selbst in der Nacht um die 25°C waren.


Die ersten beiden Nächte auf Savaii habe ich ein fale direkt über dem Wasser in meiner eigenen Lagune gehabt. Einfach der Wahnsinn!


Letzendlich war ich eigentlich nur die ersten anderthalb Tage allein unterwegs. Anschließend war ich erst mit Martin, einem Engländer der bereits mehrere Jahre in Neuseeland lebt, und dann war ich mit Adam und Marijeta (er Kiwi, sie aus Österreich, lebt aber nun auch in Neuseeland) unterwegs. Und sonst habe ich auch noch unzählige Leute kennen gelernt.
Wir haben uns Wasserfälle, einige alte Krater (die bereits wieder durch den Regenwald bewuchert wurden) Lavafelder u.s.w. angeschaut. Aber da lasse ich mal am besten die Bilder für sich sprechen.


Insgesamt muss ich sagen, dass Samoa herrliche Südseestrände und satten, grünen Regenwald hat. Landschaftlich einfach traumhaft. Und die Einheimischen sind wirklich super nett und relaxt.


Und ich war das erste Mal in meinem Leben in einem Korallenriff schnorcheln. Es war einfach der Wahnsinn, wie viele farbenprächtige Fische es dort zu sehen gibt. Ich hatte sogar das Glück eine große Meeresschildkröte zu sehen, die mit mir einige Meter zusammen geschwommen ist.


Der Wechsel von Rechts- auf Linksverkehr lief eigentlich völlig unproblematisch. Das lag aber wahrscheinlich auch daran, dass ich mich zu der Zeit auf Savaii befand und dort gibt es eh nur eine Hauptstraße, die einmal um die Insel führt. Wirklich schnell fahren kann man eigentlich auch nirgend wo, da über all auf der Straße Katzen, Hunde, Hühner, Schweine, Rinder, Pferde und Menschen laufen...


Ich lasse am besten einfach mal die Bilder für sich sprechen, viel Spaß beim anschauen.



Hier ist Teil 1, Teil 2 wird demnächst nachgeliefert ;-) :

http://picasaweb.google.com/partytom007/Samoa




 
LG aus Neuseeland
euer Thomas


PS 1: diese Nacht wird die Uhr bei uns übrigens auf Sommerzeit eine Stunde vor gestellt, das heißt ich bin euch nun wieder 11 h voraus.

PS2: Leider konnte ich keine Postkarten nach good old germany schicken, denn auf Savaii gab es nur ein Postoffice, dieses hatte jedoch keine Postkarten und als ich dann an meinem letzten Tag in Apia wieder ankam, war die Post dort leider schon zu. Tut mir wirklich leid, aber kann man halt nicht ändern.

PS3: Ich habe die ganzen letzten Tage schon versucht die Bilder hoch zu laden, aber auf der Seite gibt es irgendwelche Probleme, nun scheint es aber endlich zu funktionieren.

PS4: Heut kam die Schreckensnachricht, dass Samoa von einem Tsunami erfasst wurde. Die ersten Bilder, die ich im TV und im Internet gesehen habe, sind wirklich unfassbar.

Donnerstag, 3. September 2009

Ich bin dann erstmal kurz im Urlaub - ab in die Südsee :-)

So ihr lieben daheim Gebliebenen. Hier in Methven ist nun mein letzter Monat angebrochen, denn Anfang Oktober geht das große Reisen weiter *freu*.

Da ich nun aber schon zweieinhalb Monate fleißig durchgearbeitet habe und in den letzten 4 Tagen ein ganzes viertel Jahr hier auf meinem Blog nachgeholt habe, habe ich mir gedacht, dass ich mir doch nun wirklich mal ein wenig Urlaub verdient habe.

Deswegen werd ich jetzt fix meine Sachen packen, denn morgen Abend geht der Flieger. Erst gehts von Christchurch nach Auckland und von dort aus gehts ab in die Südsee, nach Samoa.

Dort werde ich mal eine Woche Auszeit nehmen und die Südsee entdecken *freu*

Das Lustige ist, dass ich hier morgen Abend um 20.30 Uhr in Christchurch los fliege und da ich über die Datumsgrenze fliege werde ich am gleichen Tag um 6.30 Uhr in der Früh in Samoa landen. Das find ich doch mal lustig.

Also machts erstmal gut Alle miteinander. Ich werde euch dann demnächst hier an dieser Stelle von meinem Südseetrip berichten.

Viele Grüße
Thomas

Mein Winter in Methven - Mitte Juni bis jetzt

Man muss schon sagen, dass der Winter in Methven echt erträglich ist (wenn man mal die kalten neuseeländischen Häuser außer Betracht lässt). Den ganzen Winter über hat es hier im Ort ganze drei Mal geschneit. Der Schnee fiel dann aber meistens abends oder nachts und war am nächsten Tag auch schon wieder weg.

Vor 3 Jahren gab es hier wohl mal einen massiven Schneefall, bei dem innerhalb weniger Stunden 50 cm Neuschnee fiel. Das hatte zur Folge, dass die Stromversorgung im Ort völlig zusammen brach und der Ort mehrere Tage von der Außenwelt abgeschnitten war....

Der kälteste Monat war der Juli. Dort gab es immer leichten Nachtfrost und tagsüber meist Temperaturen um die 5°C. Also nicht wirklich kalt. Gerade bei sonnigem Wetter kann man den Winter hier echt aushalten.

Ich denke aber, dass die Neuseeländer ein völlig anderes Wärmeempfinden als wir Europäer haben. Ich bin im Juli mit dicker Jacke und Mütze raus gegangen und die Einheimischen sind teilweise mit T-shirt und kurzer Hose unterwegs gewesen.

Und als es im August dann die ersten wärmeren Tage mit Temperaturen um die 15 °C gab, sind die Einheimischen gleich in Flipflops unterwegs gewesen.

Methven gilt in Neuseeland als Stadt, ist aber nicht größer als ein deutsches Dorf. Im Sommer gibt es ca. 1.000 Einwohner und in der Wintersaison sind es ca. 3.500 Einwohner. Also ein recht kleiner Ort und Jeder kennt hier Jeden.

Methven ist der Skiort zum Skigebiet am Mt. Hutt. Der große Unterschied zwischen den neuseeländischen und den europäischen Skigebieten ist, dass man vom Skiort bis zum Skigebiet mindestens nochmal eine halbe Stunde mit dem Auto unterwegs ist.

Methven liegt nicht weit über dem Meeresspiegel (das Meer ist ja auch nur 50 km entfernt) und das Skigebiet beginnt auf einer Höhe von 1.700 m. Der Weg dorthin führt über eine 14 km lange Schotterpiste bergauf. Völlig normal für Neuseeland, aber in Europa wäre solch eine Erschließung eines Skigebietes denke ich unvorstellbar.

Mit meinem guten alten Van hab ich es erst garnicht versucht dort hoch zu kommen.

Dadurch, dass ich in der Forest Lodge arbeite, habe ich einen Saisonpass zu einem sehr günstigen Preis bekommen. Dann habe ich mir noch ein Paar secondhand Ski gekauft und so bin ich wenigstens zweimal die Woche auf der Skipiste.

Als ich das erste Mal hoch gefahren bin, war in Methven selbst trübes Wetter und auf dem Weg nach oben sind wir dann durch die Wolken gefahren und das Skigebiet lag über den Wolken, so dass ich bei bestem Sonnenschein skifahren konnte.

Meine Arbeit hinter der Bar bringt mir in diesem Ort auch so einige Vorteile. Wenn ich zum Beispiel mit dem Skibus fahre, brauche ich nix zu bezahlen, da die Busfahrer gute Gäste von uns sind ;-). Montags fahre ich immer mit Dan, einer unserer Stammgäste hoch.

Das Skigebiet ist zwar im Vergleich zu den Skigebieten in Österreich recht klein, aber bei gutem Wetter kann man auf der einen Seite den Südpazifik sehen und auf der anderen Seite die Southern Alps, einfach toll.

Ja, so arbeite ich also an 6 Abenden in der Woche und gehe zweimal die Woche auf die Skipiste. An meinem freien Abend besuche ich meist eines der anderen Restaurants der Stadt. Das lustige an Methven ist, man kann hier abends ganz allein irgendwo hin gehen und man trifft immer einige Leute, die man kennt.

Zwei oder dreimal die Woche ist dann nach Feierabend auch noch nightlife angesagt ;-).
Und demnächst werde ich auch noch Golf spielen gehen. Methven hat nämlich einen guten Golfplatz und in Neuseeland kann man halt einfach mal so Golfspielen und muss dafür nicht mehr als umgerechnet 10 € ausgeben.

Ab und an unternehme ich dann mit einigen Freunden auch noch den ein oder anderen Ausflug in Methvens Umgebung. Ihr seht also, langweilig wird einem hier nicht.


Hier noch einige Bilder vom meinen Freizeitbeschäftigungen:

http://picasaweb.google.com/partytom007/MeinWinterInMethven
 
 
Beste Grüße
Thomas

unsere ganz speziellen Friseurtermine in Neuseeland

Ich bin ja nun schon über 8 Monate in Neuseeland. In dieser Zeit war ich erst einmal beim Friseur. Das war kurz nachdem ich hier in Methven ankam. Denn dadurch, dass ich hier nun als Barkeeper arbeite, musste ich von einer professionellen Hand mal ein wenig Form in meine Frisur bringen lassen. Schließlich kann ich hinter der Bar nicht ständig mit Mütze rum rennen.
Aber die Monate zuvor und jetzt lass ich die Haare einfach wachsen, mal schauen, was dabei rauskommt, wenn ich wieder in good old germany bin...

In den ersten 5 Monaten hatten wir aber ab und an auch mal unsere ganz spezielle Friseurtermine. So hat sich Tobi zum Beispiel an der Ostküste der Nordinsel von Rachel mal ein Update seiner Frisur am Strand verpassen lassen.

Das nächste mal hat uns Inken im grünen Hof unseres Hostels in Christchurch frisiert und ein weiteres mal haben wir die Küche in unserer WG in Christchurch mal kurzer Hand zu einem Friseursalon umgewandelt und Irene, unsere holländische Mitbewohnerin, hat uns die Haare ein wenig gestutzt.

Hier ein paar Beweisfotos:

http://picasaweb.google.com/partytom007/UnsereGanzSpezielenFriseurtermine


Beste Grüße
Thomas

Mittwoch, 2. September 2009

meine Bleibe in Methven - Mitte Juli bis jetzt

Ja wie bereits erwähnt, hatte mir ein Stammgast erzählt, dass eine gute Freundin von ihm in ihrem Haus ein Zimmer frei hat und Jemanden zur Untermiete sucht. Er hat mir den Namen und die Telefonnummer gegeben und ich hab dort angerufen.

Wir haben dann einen Termin für Samstag Vormittag vereinbart. Sie hat mir das ganze Haus gezeigt und gesagt, wieviel sie pro Woche an Miete haben möchte.

Ich hab sie dann gefragt, ob ich am nächsten Tag einziehen kann. Sie sagte: "Ja, kein Problem. Und falls wir (sie, Sandy, wohnt mit ihrem Sohn, George, zusammen in dem Haus) nicht da sein sollen, solle ich einfach den Schlüssel, der auf der Terrasse versteckt ist, nehmen und mich wie zu hause fühlen.

Am nächsten Tag habe ich dann also das gute Hostel verlassen und bin in das Haus eingezogen. Und es war wirklich so, dass keiner dort war. Nur der Hund, Birtch. Ich fand es anfangs schon ein wenig merkwürdig, dass ich einfach so in ein fremdes Haus einspazieren kann. Aber das ist halt die typische Mentalität der Kiwis.

Das Haus sieht von innen ganz chic aus, aber es ist wie alle Häuser in Neuseeland verdammt kalt!!! Ein Haus im typischen Amistyle: Außenwände aus Holz, ohne Isolierung. Fenster mit Einfachverglasung. Durch die Fenster und Türen kann man durchschauen, auch wenn sie geschlossen sind. Und das ganze gibt es dann noch ohne Heizungsanlage. Aber wenigstens im Wohnzimmer gibt es einen Kamin. Sonst wäre ich dort nie eingezogen. Ich hatte ja von unserer WG in Christchurch nun schon so meine Erfahrung mit den alten kalten Häusern.

Ich kann euch garnicht sagen, wie oft ich in diesem Winter die neuseeländischen Häuser verflucht habe. Ich meine der Winter hier in Neuseeland ist bei weitem nicht so kalt wie in Deutschland, aber es gibt halt auch leichten Nachtfrost und tagsüber sind es dann irgendwas zwischen 0 und 5°C. Und wenn man sich dazu die Häuser hier betrachtet, kann das schon verdammt kalt sein.

Das Wohnzimmer ist eigentlich der einzige Raum, in dem man sich im Winter aufhalten kann, denn dort ist der Kamin. In meinem Zimmer steht nur ein kleiner Elektroradiator. Diesen hatte ich in den kalten Wintermonaten 24 h am Tag auf volle Stufe zu laufen. Es brachte aber alles nix, mehr als ca. 15 °C waren es nie in meinem Zimmer. Aber wenigstens hab ich eine Heizdecke in meinem Bett, so war es zum Schlafen ganz erträglich. Mehr aber auch nicht.

Was die Neuseeländer im Winter an Energie zum Heizen verballern ist echt unglaublich. Ich glaube, die brauchen echt mal ein paar Bauingenieure, von denen sie mal etwas über Bauphysik erfahren können.

Ich denke, von der Wärme die unser Kamin hier im Wohnzimmer erzeugt, gehen ca 70 % in die Umwelt, weil nix isoliert ist. Echt unfassbar....

Wenn ich wieder zurück in Deutschland bin, werde ich wohl in keiner Wohnung und in keinem Haus je wieder frieren, selbst wenn die Heizung ausfällt. Ein neuseeländischer Winter härtet ab.

Hier noch ein paar Bilder meiner Bleibe:


http://picasaweb.google.com/partytom007/MeineBleibeInMethven



Viele Grüße aus Methven.
Thomas

Die ersten Tage in Methven - Mitte Juni 2009

Nachdem ich Mittwoch Vormittag in Christchurch noch mal kurz ein wenig shoppen war, bin ich Nachmittags in Methven angekommen und hab mich erstmal auf die Suche nach einem Hostel gemacht.

Ich habe dann das "Alpenhorn Chalet" gefunden. Das lag nur 4 min Fußweg von meiner Arbeit entfernt. Als ich ankam, war nur ein Zettel an der Eingangstür, dass die Besitzer gerade unterwegs sind und erst gegen 20 Uhr wiederkommen und man doch einfach eintreten, sich ein Zimmer und ein Bett aussuchen und sich wie zu Hause fühlen solle.

Das ist wieder mal typisch Kiwistyle. Ich liebe es...

Das Hostel war auch echt super, in dem Aufenthaltsraum/der Küche war ein großer Kamin und somit war es gemütlich warm. Kostenloser Internetzugang, Wintergarten mit Spapool und in der Küche stand eine Espressomaschine zur Verfügung.

Ich fühlte mich ja fast wie im Paradies. Nach fast fünfeinhalb Monaten Backpackerleben mit Instantkaffee hatte ich nun eine Espressomaschine für gratis, herrlich. Also hab ich mir erstmal nen leckeren Kaffee gemacht und anschließend ein Zimmer und ein Bett ausgesucht.
Und anschließend ging es in den Spapool, traumhaft.

Irgendwann kamen dann mal die Besitzer eingetrudelt. Emma und Tony, ein echt nettes Paar.

So hatte ich also erstmal eine Bleibe für die ersten Tage. War aber auf der Suche, nach einem Zimmer in der Stadt, denn in ca. zwei Wochen ging die Saison richtig los und dann würde es in dem Hostel auch voll werden und darauf hatte ich nicht wirklich Lust.

Am nächsten Tag hatte ich dann also meinen ersten Arbeitstag in der "Forest Lodge".
Ian und Anne, die Besitzer der Lodge sind wirklich super nett. Hinter der Bar arbeite ich zusammen mit Philipp, einen weiteren Deutschen, und Steph, einer Einheimischen.
Philipp hatte eine Woche vor mir angefangen und Steph hatte erst zwei Wochen später angefangen. Sie arbeitet aber schon seit einigen Jahren als Barmanagerin im Winter in der "Forest Lodge".

Die Arbeit in der "Forest Lodge" macht richtig Spaß. Bei der Arbeit lernt man viele Einheimische kennen. Das einzige was schwierig ist, sich die ganzen Namen zu merken. Wer mich kennt, der weiß, dass ich schon immer Schwierigkeiten habe, mir Namen zu merken und nun arbeite ich hier hinter der Bar und muss mir zig Namen merken, aber es läuft ganz gut und nach ca. 2 Wochen hatte ich die meisten Namen der Einheimischen im Kopf.

Anne und Ian sind echte Kiwis. Aber Ian kann auch perfekt deutsch sprechen, denn er lebte insgesamt fast 20 Jahre in Deutschland und Österreich.

Er war nämlich unter anderem Trainer des Ski Club Arlberg St. Anton in Österreich, Trainer der deutschen Nationalmannschaft der Frauen und des deutschen Olympia Ski Team.
Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die "Forest Lodge" ein bayrisches Restaurant hat, in dem ich nun den Winter über arbeite.

Hier könnt ihr euch mal einen kleinen Eindruck von meiner Arbeitsstätte machen:

http://www.forestlodge.co.nz

Ich arbeite 6 Tage die Woche, Beginn ist jeweils 15 bzw. 16 Uhr und Feierabend ist immer unterschiedlich. Mal um 22 Uhr mal aber auch erst um 2 Uhr morgens, es kommt halt immer darauf an, wieviel los ist. Und ich bekomme jeden Abend ein leckeres Essen, mal Wiener Schnitzel, mal Bratwurst mit Sauerkraut usw. Es ist schon echt schön, mal wieder gute deutsche Küche zu haben.

Die Arbeit macht richtig viel Spaß. Ich lerne eine Menge Leute kennen, viele Einheimische aber auch viele Hausgäste. Die meisten Hausgäste kommen aus Neuseeland und Australien. Aber es sind auch welche aus Asien, Amerika, Kanada oder Europa dabei.

Neulich war mal einer der General Manager von Microsoft, ein guter Geschäftspartner von Bill Gates, für eine Woche bei uns. Sein Sohn ist in einem Skiteam und dieses war insgesamt für 3 Wochen bei uns und hat am Mt. Hutt trainiert. Letzte Woche war die Nationalmannschaft der Schweiz bei uns. Diese Woche ist die Deutsche Nationalmannschaft in Methven (unter anderem Maria Riesch, Weltmeisterin im Slalom 2009) und abends des öfteren unsere Gäste im Restaurant. Weiterhin ist gerade noch die schwedische, die kanadische und die Japanische Nationalmannschaft in Methven.

Das lustige ist, das fast alle Trainer der Nationalmannschaften aus Österreich kommen und Ian kennen und somit auch recht oft bei uns im Restaurant sind.

Man lernt hier also so einige Leute kennen...

Durch einen unserer Stammgäste habe ich dann in meiner zweiten Arbeitswoche auch einen Tipp bekommen, dass jemand in seinem Haus noch ein Zimmer zur Untermiete frei hat. So bin ich dann nach knapp 1,5 Wochen aus dem Hostel ausgezogen und habe mein eigenes Zimmer bezogen.

Dazu gibt es dann im nächsten Bericht aber mehr zu erfahren.

Hier hab ich noch ein paar Bilder von Methven und Umgebung für euch:


http://picasaweb.google.com/partytom007/MethvenUndUmgebung 
 
Viele Grüße aus Neuseeland
Thomas

Wochenendausflug nach Methven - Anfang Juni 2009

Samstag früh bin ich zusammen mit Bine in Blenheim, nach anfänglichen Startschwierigkeiten, gestartet.

Da der Van nämlich die ganze Woche über nur stand und es jede Nacht frostige Temperaturen gab, wollte er nicht mehr anspringen. So haben wir zusammen mit unseren chilenischen Flatmates den Van erstmal anschieben müssen. Aber danach lief er wieder wie ne Eins!

Wir sind in Blenheim im Sonnenschein gestartet und in Methven bei trüben Wetter und Regen Nachmittags angekommen. Als erstes bin in dann gleich in die "Forest Lodge" gefahren und habe dort mit Ian, dem Besitzer, gesprochen. Er hat mich gefragt, ob ich nächste Woche anfangen kann ich sagte "ja" und dann sagte er Donnerstag ist mein erster Arbeitstag.

"Coole Sache" dachte ich mir. Da hat sich der lange Weg doch echt gelohnt. Endlich hatte ich nen Job bekommen, bei dem ich mal mein Englisch voll fordern kann und das für die ganze Wintersaison bis Ende September.
Wir hatten uns dann noch eine Weile mit Ian unterhalten und anschließend uns erstmal ein Hosel gesucht.

Sonntag ging es dann recht früh raus, denn das Wetter sollte ganz gut werden und wir wollten uns noch ein wenig die Gegend anschauen. Erst sind wir in die i-site und haben uns dort nach den möglichen Wanderwegen in der Umgebung Methvens informiert.

Wir haben uns dann entschlossen, den "Peak Hill" zu erklimmen. Das stellte sich dann auch als eine super Entscheidung heraus. In Methven selbst war es nämlich immer noch bedeckt und am "Peak Hill", der ca. 45 Autominuten entfernt ist, war bestes Wetter.

Es war eine super Landschaft, aber schaut euch am besten die Bilder an. Ich denke, die sprechen für sich.

Am Montag haben wir dann noch eine kurze Jeboatfahrt auf dem "Rakaia Gorge" gemacht und sind ein paar Kilometer flussaufwärts ausgestiegen und die Strecke am Fluss entlang zurück gegangen. Auch das war landschaftlich echt toll, mit dem Mt. Hutt im Hintergrund.

Anschließend ging es dann wieder nach Blenheim zurück, wo wir Montag Abend wieder ankamen.

Samstag hatte ich noch per sms bei meinem Vineyard Bescheid gegeben, dass ich leider nicht mehr arbeiten kann und Montagabend hatte ich unserer Vermieterin geschrieben, dass ich Dienstag früh ausziehen möchte. Lief alles problemlos und so habe ich dann Dienstag Vormittag, nach knapp zwei Wochen Blenheim wieder verlassen.

So schnell kann sich halt alles wieder ändern. Anscheinend habe ich Blenheim auch genau zur richtigen Zeit verlassen. Die ganzen Tage, an denen ich auf dem vineyard gearbeitet habe, war nämlich nur Sonnenschein und als ich Dienstag Vormittag los bin, hat es in Strömen geregnet, so dass keine Arbeit auf den vineyards möglich war.
Und der Regen hielt für die nächsten Tage noch an.

Auf dem Weg nach Methven habe ich in Christchurch noch einen Zwischenstop eingelegt, ein paar Freunde besucht und noch mal eine Nacht in unseren alten WG übernachtet.

Nun wartete die Wintersaison in Methven auf mich. Davon dann mehr im nächsten Bericht.

Hier noch ein paar Bilder für euch, viel Spaß.

Als erstes die Bilder vom "Peak Hill":



http://picasaweb.google.com/partytom007/PeakHill


und hier die Bilder vom "Rakaia Gorge":


http://picasaweb.google.com/partytom007/RakaiaGorge 

 
Beste Grüße aus Neuseeland
Thomas