Mittwoch, 2. September 2009

meine Bleibe in Methven - Mitte Juli bis jetzt

Ja wie bereits erwähnt, hatte mir ein Stammgast erzählt, dass eine gute Freundin von ihm in ihrem Haus ein Zimmer frei hat und Jemanden zur Untermiete sucht. Er hat mir den Namen und die Telefonnummer gegeben und ich hab dort angerufen.

Wir haben dann einen Termin für Samstag Vormittag vereinbart. Sie hat mir das ganze Haus gezeigt und gesagt, wieviel sie pro Woche an Miete haben möchte.

Ich hab sie dann gefragt, ob ich am nächsten Tag einziehen kann. Sie sagte: "Ja, kein Problem. Und falls wir (sie, Sandy, wohnt mit ihrem Sohn, George, zusammen in dem Haus) nicht da sein sollen, solle ich einfach den Schlüssel, der auf der Terrasse versteckt ist, nehmen und mich wie zu hause fühlen.

Am nächsten Tag habe ich dann also das gute Hostel verlassen und bin in das Haus eingezogen. Und es war wirklich so, dass keiner dort war. Nur der Hund, Birtch. Ich fand es anfangs schon ein wenig merkwürdig, dass ich einfach so in ein fremdes Haus einspazieren kann. Aber das ist halt die typische Mentalität der Kiwis.

Das Haus sieht von innen ganz chic aus, aber es ist wie alle Häuser in Neuseeland verdammt kalt!!! Ein Haus im typischen Amistyle: Außenwände aus Holz, ohne Isolierung. Fenster mit Einfachverglasung. Durch die Fenster und Türen kann man durchschauen, auch wenn sie geschlossen sind. Und das ganze gibt es dann noch ohne Heizungsanlage. Aber wenigstens im Wohnzimmer gibt es einen Kamin. Sonst wäre ich dort nie eingezogen. Ich hatte ja von unserer WG in Christchurch nun schon so meine Erfahrung mit den alten kalten Häusern.

Ich kann euch garnicht sagen, wie oft ich in diesem Winter die neuseeländischen Häuser verflucht habe. Ich meine der Winter hier in Neuseeland ist bei weitem nicht so kalt wie in Deutschland, aber es gibt halt auch leichten Nachtfrost und tagsüber sind es dann irgendwas zwischen 0 und 5°C. Und wenn man sich dazu die Häuser hier betrachtet, kann das schon verdammt kalt sein.

Das Wohnzimmer ist eigentlich der einzige Raum, in dem man sich im Winter aufhalten kann, denn dort ist der Kamin. In meinem Zimmer steht nur ein kleiner Elektroradiator. Diesen hatte ich in den kalten Wintermonaten 24 h am Tag auf volle Stufe zu laufen. Es brachte aber alles nix, mehr als ca. 15 °C waren es nie in meinem Zimmer. Aber wenigstens hab ich eine Heizdecke in meinem Bett, so war es zum Schlafen ganz erträglich. Mehr aber auch nicht.

Was die Neuseeländer im Winter an Energie zum Heizen verballern ist echt unglaublich. Ich glaube, die brauchen echt mal ein paar Bauingenieure, von denen sie mal etwas über Bauphysik erfahren können.

Ich denke, von der Wärme die unser Kamin hier im Wohnzimmer erzeugt, gehen ca 70 % in die Umwelt, weil nix isoliert ist. Echt unfassbar....

Wenn ich wieder zurück in Deutschland bin, werde ich wohl in keiner Wohnung und in keinem Haus je wieder frieren, selbst wenn die Heizung ausfällt. Ein neuseeländischer Winter härtet ab.

Hier noch ein paar Bilder meiner Bleibe:


http://picasaweb.google.com/partytom007/MeineBleibeInMethven



Viele Grüße aus Methven.
Thomas

Keine Kommentare: