Nachdem ich Mittwoch Vormittag in Christchurch noch mal kurz ein wenig shoppen war, bin ich Nachmittags in Methven angekommen und hab mich erstmal auf die Suche nach einem Hostel gemacht.
Ich habe dann das "Alpenhorn Chalet" gefunden. Das lag nur 4 min Fußweg von meiner Arbeit entfernt. Als ich ankam, war nur ein Zettel an der Eingangstür, dass die Besitzer gerade unterwegs sind und erst gegen 20 Uhr wiederkommen und man doch einfach eintreten, sich ein Zimmer und ein Bett aussuchen und sich wie zu Hause fühlen solle.
Das ist wieder mal typisch Kiwistyle. Ich liebe es...
Das Hostel war auch echt super, in dem Aufenthaltsraum/der Küche war ein großer Kamin und somit war es gemütlich warm. Kostenloser Internetzugang, Wintergarten mit Spapool und in der Küche stand eine Espressomaschine zur Verfügung.
Ich fühlte mich ja fast wie im Paradies. Nach fast fünfeinhalb Monaten Backpackerleben mit Instantkaffee hatte ich nun eine Espressomaschine für gratis, herrlich. Also hab ich mir erstmal nen leckeren Kaffee gemacht und anschließend ein Zimmer und ein Bett ausgesucht.
Und anschließend ging es in den Spapool, traumhaft.
Irgendwann kamen dann mal die Besitzer eingetrudelt. Emma und Tony, ein echt nettes Paar.
So hatte ich also erstmal eine Bleibe für die ersten Tage. War aber auf der Suche, nach einem Zimmer in der Stadt, denn in ca. zwei Wochen ging die Saison richtig los und dann würde es in dem Hostel auch voll werden und darauf hatte ich nicht wirklich Lust.
Am nächsten Tag hatte ich dann also meinen ersten Arbeitstag in der "Forest Lodge".
Ian und Anne, die Besitzer der Lodge sind wirklich super nett. Hinter der Bar arbeite ich zusammen mit Philipp, einen weiteren Deutschen, und Steph, einer Einheimischen.
Philipp hatte eine Woche vor mir angefangen und Steph hatte erst zwei Wochen später angefangen. Sie arbeitet aber schon seit einigen Jahren als Barmanagerin im Winter in der "Forest Lodge".
Die Arbeit in der "Forest Lodge" macht richtig Spaß. Bei der Arbeit lernt man viele Einheimische kennen. Das einzige was schwierig ist, sich die ganzen Namen zu merken. Wer mich kennt, der weiß, dass ich schon immer Schwierigkeiten habe, mir Namen zu merken und nun arbeite ich hier hinter der Bar und muss mir zig Namen merken, aber es läuft ganz gut und nach ca. 2 Wochen hatte ich die meisten Namen der Einheimischen im Kopf.
Anne und Ian sind echte Kiwis. Aber Ian kann auch perfekt deutsch sprechen, denn er lebte insgesamt fast 20 Jahre in Deutschland und Österreich.
Er war nämlich unter anderem Trainer des Ski Club Arlberg St. Anton in Österreich, Trainer der deutschen Nationalmannschaft der Frauen und des deutschen Olympia Ski Team.
Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die "Forest Lodge" ein bayrisches Restaurant hat, in dem ich nun den Winter über arbeite.
Hier könnt ihr euch mal einen kleinen Eindruck von meiner Arbeitsstätte machen:
http://www.forestlodge.co.nz
Ich arbeite 6 Tage die Woche, Beginn ist jeweils 15 bzw. 16 Uhr und Feierabend ist immer unterschiedlich. Mal um 22 Uhr mal aber auch erst um 2 Uhr morgens, es kommt halt immer darauf an, wieviel los ist. Und ich bekomme jeden Abend ein leckeres Essen, mal Wiener Schnitzel, mal Bratwurst mit Sauerkraut usw. Es ist schon echt schön, mal wieder gute deutsche Küche zu haben.
Die Arbeit macht richtig viel Spaß. Ich lerne eine Menge Leute kennen, viele Einheimische aber auch viele Hausgäste. Die meisten Hausgäste kommen aus Neuseeland und Australien. Aber es sind auch welche aus Asien, Amerika, Kanada oder Europa dabei.
Neulich war mal einer der General Manager von Microsoft, ein guter Geschäftspartner von Bill Gates, für eine Woche bei uns. Sein Sohn ist in einem Skiteam und dieses war insgesamt für 3 Wochen bei uns und hat am Mt. Hutt trainiert. Letzte Woche war die Nationalmannschaft der Schweiz bei uns. Diese Woche ist die Deutsche Nationalmannschaft in Methven (unter anderem Maria Riesch, Weltmeisterin im Slalom 2009) und abends des öfteren unsere Gäste im Restaurant. Weiterhin ist gerade noch die schwedische, die kanadische und die Japanische Nationalmannschaft in Methven.
Das lustige ist, das fast alle Trainer der Nationalmannschaften aus Österreich kommen und Ian kennen und somit auch recht oft bei uns im Restaurant sind.
Man lernt hier also so einige Leute kennen...
Durch einen unserer Stammgäste habe ich dann in meiner zweiten Arbeitswoche auch einen Tipp bekommen, dass jemand in seinem Haus noch ein Zimmer zur Untermiete frei hat. So bin ich dann nach knapp 1,5 Wochen aus dem Hostel ausgezogen und habe mein eigenes Zimmer bezogen.
Dazu gibt es dann im nächsten Bericht aber mehr zu erfahren.
Hier hab ich noch ein paar Bilder von Methven und Umgebung für euch:
http://picasaweb.google.com/partytom007/MethvenUndUmgebung
Viele Grüße aus Neuseeland
Thomas
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